Schulsanierung
Baustart für neuen Mitteltrakt

Gut 3,5 Millionen Euro wird der Neubau den Landkreis Friesland als Schulträger kosten. Entworfen hat das Gebäude Architekt Enno Schneider aus Berlin.

Bild: Wolf
Erster Spatenstich für den neuen Mitteltrakt mit Vertretern aus Politik und Verwaltung sowie Lehrern und Schülern des Marien­-gymnasiums.Bild: Wolf
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Jever Ende 2019 soll er fertig sein: der neue Mitteltrakt des Mariengymnasiums Jever. Bis jetzt zeigt nur ein Plakat, das am Bauzaun hängt, wie er einmal aussehen soll. Ein modernes Gebäude mit bodentiefen Fenstern und einer Glasfassade ist geplant.

Das soll auf der große leeren Fläche zwischen Pausenhalle und Turnhalle entstehen. Das alte von der Vring-Gebäude, das zuvor die beiden Gebäudeteile miteinander verband, ist Geschichte. Die Abrissbagger haben gründlich gearbeitet. Und der Schutt ist mittlerweile ebenfalls verschwunden.

Begrüntes Flachdach

Am Donnerstag erfolgte nun der erste symbolische Spatenstich für den Neubau. Gut 3,5 Millionen Euro hat der Landkreis als Schulträger für das neue Gebäude eingeplant. 3,3 Millionen sind für den Bau, die restlichen 150 000 bis 200 000 Euro für die Innenausstattung. Wie berichtet, wird der Neubau breiter als das alte Gebäude und auch ein bisschen höher. Das Dach wird ein Flachdach und begrünt. Das Gebäude plant Architekt Schneider aus Berlin, der auch schon das neue Verwaltungsgebäude des Landkreises geplant hat.

Der Schulbau bietet Platz für zwei Kunsträume, die sich teils zum Pausenhof hin öffnen lassen – so kann auch draußen gearbeitet werden. In der Ebene darüber mit Anschluss an die Pausenhalle wird die Verwaltung untergebracht. In den zwei Stockwerken darüber befinden sich je fünf Klassenräume und je ein Differenzierungsraum. Im Keller ist unter anderem Platz für Reinigungsmittel.

„Der Neubau wird größer und schöner als das alte Gebäude“, sagte Frieslands Landrat Sven Ambrosy. „Ziel der Baumaßnahme ist eine funktionelle und einheitliche Schule. Das Mariengymnasium zeigt auch Baugeschichte“, sagte er und spielte damit auf die verschiedenen Gebäudeteile an, die aus unterschiedlichen Jahrhunderten stammen. Der älteste Gebäudeteil ist von 1716, eine ehemalige denkmalgeschützte Kaserne und heute Oberstufengebäude, das inzwischen aufwendig saniert wurde.

Eine Sanierung war auch für das Georg von der Vring-Gebäude vorgesehen, erwies sich aber nach Berechnungen als unwirtschaftlich. „Wir hätten keine Barrierefreiheit hinbekommen, auch die energetische Sanierung wäre nicht gut gelungen. Aber das größte Problem war der Platz. Wir hätten nie so viele Räume schaffen können, wir hätten aufstocken müssen“, sagt der Leiter des Gebäudemanagement des Landkreises Friesland Ünal Alpaslan.

Offene Ohren

„Wir als Mariengymnasium sind sehr dankbar für den Neubau“, sagte Schulleiter Jürgen Ploeger-Lobeck. Die Baumaßnahme helfe dem Mariengymnasium sowohl als moderne aber auch traditionelle Schule.

Ab dem Schuljahr 2020/21 wird das Gymnasium aufgrund von G9, also Abitur nach der 13. Klasse, und stabiler Fünfzügigkeit mehr Schüler haben. Dafür wird Raum benötigt. „Auch die alten Kunsträume aus den 60er Jahren waren nur noch schwer zu ertragen“, sagte Ploeger-Lobeck.

Zwar sei nicht immer alles glatt gelaufen und einige Planungsdetails des Landkreises hätten der Schule nicht gefallen, aber die Kommunikation zwischen Landkreis und Mariengymnasium Jever funktioniere sehr gut. „Wir sind mit unseren Vorschlägen auf offene Ohren gestoßen“, so Ploeger-Lobeck.

An der Schule gibt es einen internen Bauausschuss, der sich aus Lehrern und Schülern zusammensetzt und sich Gedanken zum Baugeschehen am Gymnasium macht. „Dort werden Ideen entwickelt, die auch eingebracht werden können“, sagte er.

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