Jever Die Leistungen des Nachwuchses waren besonders bei den Hauswirtschafterinnen überdurchschnittlich. So lautet das Resümee bei der Zeugnisvergabe und Freisprechungsfeier der „Grünen Berufe“ in Jever. Seit 37 Jahren ist der Festakt mit dem anschließenden Ball ein gesellschaftliches Ereignis in Friesland. Mehr als 350 Gäste eröffneten am Samstagabend im Schützenhof die Ballsaison 2019/20.

Landwirte und Hauswirtschafterinnen

Ihre Zeugnisse erhielten beim Ball: die Junglandwirte Jan-Dirk Bartels (Bücken), Thies Behrends (Sande), Aike Boltes (Zetel), Fredo Eilers (Zetel), Jan-Aike Fauerbach (Wittmund), Niklas Göken (Wittmund), Jannek Haats-Voltjes (Wangerland), Lars Habekost (Schortens), Tammo Haschen (Zetel), Hannes Hauken (Bockhorn), Paul Marx (Jever), Sören Mintken (Jever), Timothy Pietsch (Wangerland), Jan-Ole Quathamer (Bockhorn), Kevin Rother (Wilhelmshaven), Roman Stutz (Jever), Klaas Wilken (Wangerland).

Landwirtschaftsmeister: Florian Warnken (Schortens); und staatlich geprüfte Betriebswirte Christina Harms (Wilhelmshaven), Jelko Onken (Sande).

Hauswirtschafterinnen: Jessica Dirks (Friedeburg), Swantje Harms (Hohenkirchen), Kerstin Spicker (Wittmund), Annemaria Ulferts (Südbrookmerland), Anna Hornung (Waddewarden).

Preise erhielten:
 für gute Leistungen bei der Abschlussprüfung Hauswirtschaft Anna Hornung
 für die Festrede Jan-Aike Fauerbach und Anna Hornung
 für ein sehr gut geführtes Berichtsheft Jan-Ole Quathammer und Jannek Haats-Voltjes.

In einer pragmatischen und richtungsweisenden Eröffnung bezeichnete Kreislandwirt Hartmut Seetzen den Berufsabschluss als einen Meilenstein für jeden jungen Menschen. Er forderte alle Absolventen dazu auf, diesen Grundstein auszubauen, „denn die Landwirtschaft ist anspruchsvoller geworden und kann nur durch Entwicklung überstehen“. Noch sei nicht erkennbar, wohin sich die Landwirtschaft entwickelt. „Fest steht jedoch, dass die Landwirtschaft und Hauswirtschaft auch künftig für die Menschen lebensnotwendig sein wird“, sagte Seetzen.

Der Ball stand noch ganz unter dem Eindruck der großen Bauerndemo in Oldenburg – aus Friesland hatten knapp 400 Landwirte teilgenommen. „Unsere Landwirtschaft geht uns alle an. Sie ist der Garant für heimische landwirtschaftliche Qualitätsprodukte, sie versorgt die Bevölkerung täglich mit gesunden Lebensmitteln. Und das mit einem Minimum an CO2 -Belastung“, betonte Seetzen: „Nach wie wird auf den Bauernhöfen das Beste für die Tiere geleistet – denn sie sind das Kapital des Landwirts. Die Landwirte wissen, was gut ist und müssen nicht von ,Unwissenden‘ bevormundet werden.“

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Frieslands Landwirt Sven Ambrosy sagte zu, dass die Landwirtschaft auch in Zukunft in den Dörfern nicht zu kurz kommt, um die Entwicklung des ländlichen Raums zu sichern. „Konfrontativ wird keine Seite gewinnen“, meinte er. Darum gehe man in Friesland miteinander und nicht gegeneinander. Gleichwohl gelte es, die Forderungen der Landwirtschaft zu unterstützen. Ambrosy wünschte den jungen Landwirten Kraft und Erfolg.

Ausbildungsberater Ralf Minits appellierte an die jungen Leute, auf dem Grundstock an Wissen aufzubauen. Ute Hecht (Landwirtschaftskammer) würdigte in Vertretung von Ausbildungsberaterin Anna Hahnke die Leistung der Ausbildungsbetriebe in der Hauswirtschaft. Als engagiert und zielstrebig bezeichnete sie das Lehrpersonal der Berufsbildenden Schulen Jever, die mit Herz und Verstand die jungen Frauen unterrichten.

„‚Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ erklärte Anna Hornung (Waddewarden) für die Absolventinnen der Hauswirtschaft. Sie war beim Leistungsentscheid Hauswirtschaft Landessiegerin geworden und im Bundesentscheid einen vorderen Platz erreicht. Sie bezeichnete das Berufsbild Hauswirtschaft als vielseitig und zukunftsweisend. So werden einige in das Berufsleben starten oder sich zur Meisterin weiterbilden.

Jan-Aike Fauerbach (Eggelingen) blickte als Sprecher der jungen Landwirte „auf einen ganz besonderen Lebensabschnitt zurück, der uns viele Erfahrungen und Erkenntnisse gebracht hat, die uns unser Leben lang begleiten“. Mit der Ausbildung sei „der Grundstein für unsere Zukunft gelegt“. Im Namen der Absolventinnen und Absolventen stellte er fest: „Wir haben alle viele Erfahrungen gesammelt und sind erwachsener geworden.“ Für diese Entwicklung im zwischenmenschlichen Bereich und bei der Erweiterung des beruflichen Horizonts dankte Fauerbach den Lehrbetrieben, der Schule und den Eltern.

Mit aktuellem Bezug auf die bundesweite Demonstration der Landwirtschaft in der vergangenen Woche brachte Fauerbach die Hoffnung zum Ausdruck, „dass die Politik sich bewegt und das Image der Landwirtschaft wieder in ein besseres Licht rückt“. Es sei beeindruckend gewesen, was die Landwirtschaft auf die Beine gestellt hat. „Auch der vor- und nachgelagerte Bereich hat sich stark mit uns solidarisiert. Ich hoffe, dass das starke Gemeinschaftsgefühl uns noch lange trägt“, so Fauerbach.

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