Jever Mindestens drei Glücksräder können Besucher der Ausbildungsmesse in den Berufsbildenden Schulen Jever am Freitag drehen und Werbematerialien wie Schlüsselbänder, Kugelschreiber oder Weingummi gewinnen. Am Stand des Pflegeausbildungszentrums des Nordwest-Krankenhauses Sanderbusch werden die Jugendlichen aber auch auf die Probe gestellt: Zwei menschliche Mini-Torsi stehen dort – sie haben ihre Eingeweide verloren. Jetzt heißt es, Magen, Niere, Herz und andere lebenswichtige Organe wieder an die richtige Position zu bringen.

Timm Krieger, Lehrer im Pflegeausbildungszentrum, erklärt zum Beruf der Pflegekraft: „Auch bei uns ist der Fachkräftemangel beachtlich, die Bewerberzahlen gehen eindeutig zurück.“ Grund dafür sei, dass viele glauben, es gehe in der Pflege nur um Körperflüssigkeit. „Dabei ist der Beruf viel vielfältiger und die Arbeitsbedingungen befinden sich meiner Meinung nach auf dem Weg der Besserung“, sagt Krieger.

Die Schwierigkeit, geeignete Bewerber zu finden, haben auch Blinkfüer und Steinbrecher. Bei Blinkfüer werden Zweiradmechatroniker im Bereich Fahrradtechnik gesucht. „Es sind doch sehr wenige, die sich für das Handwerk interessieren. Wenn bei Jugendlichen das Rad kaputt ist, werkeln sie selbst daran oder lassen es von ihren Eltern reparieren. Auf die Idee, ihre Fingerfertigkeit zum Beruf zu machen, kommen wenige“, sagt Ausbilder Philipp Gürth.

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Er ist froh über seinen Azubi Alessandro Mull, der im ersten Ausbildungsjahr ist und mit ihm zusammen ihren Betrieb präsentiert.

Im Tiefbauunternehmen Steinbrecher sieht es ähnlich aus: Für die Ausbildungsberufe als Gleisbauer, Straßenbauer oder Land- und Baumaschinenmechatroniker laufen kaum Bewerbungen ein – ganz anders sieht es bei den Lehrstellen für Büromanagement aus. „Diese Berufe sind doch sehr speziell, man muss sie mögen“, sagt Azubi Luca Urban.

Aber dafür biete Steinbrecher eine vielfältige Ausbildung: „Wir Azubis haben gute Aufstiegschancen, viel Eigenverantwortung und Unterstützung von Seiten des Betriebs“, erzählt er. Und prompt drückt ihm ein interessierter BBS-Schüler seinen Bewerbungsflyer in die Hand.

Die Flyer – Kurz-Lebensläufe – hatte er zuvor von BBS-Lehrer Ronald Eilts erhalten, um den Schülern die erste Kontaktaufnahme zu den Ausbildungsbetrieben zu erleichtern.

Eilts freut sich über den bunten Strauß an Ausbildungsbetrieben. „Aus jedem Bereich ist etwas dabei, nicht nur kaufmännisch oder Logistik, wie wir es in unseren Schulen lehren.“ Die Berufsbildenden Schulen sind ebenfalls mit Infoständen dabei – unter anderem aus den Fachbereichen Pflege und Hauswirtschaft.

Pia Ochmann, 16 Jahre alt und BBS-Schülerin, fehlt trotzdem etwas: „Ich habe hier interessante Einblicke, aber wenn ich in drei Jahren fertig bin, möchte ich in den Bereich Tiere gehen.“ Bis dahin hat sie schon ein Angebot für ein Freiwillig Soziales Jahr in einer Behinderteneinrichtung. Das gefällt ihr auch.

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Chihuahua Schombel Agentur Hanz / Redaktion Jever
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