Jever Es tut sich was in Sachen Natur- und Umweltschutz am Mariengymnasium Jever. Gut zehn Jugendliche wollen in der neuen Umwelt-AG das Bewusstsein für einen nachhaltigen und umweltfreundlichen Umgang mit der Erde weiter schärfen. „Es ist wichtig, etwas für die Umwelt zu tun. Wir leben in einer Zeit in der wir uns nicht mehr davor verstecken können“, betont Neele. „Wir können nicht mehr sagen, die Probleme sind woanders.“

500 Deckel gegen Polio

Die Aktion „500 Deckel gegen Polio“ wird koordiniert vom Verein „Deckel drauf“. Ziel ist, durch die Verwertung von Plastikdeckeln Impf-Projekte finanziell zu unterstützen. Mit dem Erlös der Deckel wird im ersten Schritt das Rotary-Projekt „End Polio Now“ und damit die Bekämpfung von Polio unterstützt.

Polio ist die Abkürzung für Poliomyelitis, eine durch Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit. Die auch als Kinderlähmung bezeichnete Erkrankung kann bis zum Tod durch Atemlähmung führen. In Deutschland gilt Polio als ausgerottet, weltweit gibt es jedoch noch drei Länder – Afghanistan, Pakistan und Nigeria –, in denen die Krankheit auftritt. Schutz gegen Polio bietet eine Impfung.

deckel-gegen-polio.de

Neele ist nicht nur Umweltschützerin, sondern auch beim Technischen Hilfswerk aktiv. Daher kommt auch die Idee für das erste Projekt der Umwelt-AG: Die jungen Leute aus den Jahrgängen fünf bis elf beteiligen sich an der Aktion „500 Deckel gegen Polio“, die unter anderem auch von den Rotariern unterstützt wird.

Dafür haben sie in ihren Treffen zwei Kisten gebaut, in denen ab sofort Kunststoffdeckel mit einem maximalen Durchmesser von vier Zentimetern gesammelt werden sollen. Die erste Kiste steht ab sofort am Kiosk in der Mensa des Mariengymnasiums. Eine zweite Kiste haben sie im Kindergarten an der Hammerschmidtstraße platziert.

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„Wenn es gut läuft, dann können wir uns weitere Standorte vorstellen“, sagen sie. Die Plastikdeckel werden an zentrale Sammelstellen gebracht. Gezahlt wird der Kilopreis für Plastik – und dieses Geld wird dann über einen Verein für Impfungen gegen Kinderlähmung (Polio) eingesetzt.

Unterstützung bei ihren Aktionen erhalten die Jugendlichen übrigens von Lehrerin Sylvia Partsch und Jugendhaus-Leiter Detlef Berger. Die Gruppe von gut zehn jungen Leuten ist auch ein Ergebnis des Jugendforums Jever.

Gemeinsam hat die Gruppe noch viel vor: Sie wollen sich unter anderem für ein Plastiktüten-freies Jever, für Blühflächen für Bienen oder für Müllvermeidung einsetzen. Auch bei der Krötenwanderung wollen sie helfen. Eines steht aber auf jeden Fall jetzt schon fest: Es ist nicht das letzte Mal, dass sie sich zu Wort melden, „denn das alles und der Klimawandel betrifft uns ganz unmittelbar“, sagt Tomke.

Rahel Wolf Agentur Hanz / Redaktion Jever
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