Varel Einen Realschulabschluss nach neuneinhalb Schuljahren zu erreichen war im Jahr 1966 möglich. „Damals gab es eine Schulreform“, erzählten die ehemaligen Schüler der Realschule, die jetzt 50 Jahre nach der Schulentlassung wieder einmal zu einem Klassentreffen zusammenkamen. Die weitesten Anreisen hatten Teilnehmer aus Gummersbach, Bad Homburg und Berlin.

Ihr Zusammenhalt hat die gemeinsame Schulzeit überdauert. Etwa alle fünf Jahre trafen sie sich. Doch nicht nur zu normalen Klassentreffen, bei denen jeder aus seinem Leben berichtet, sondern auch Klassenfahrten über das Wochenende wurden bereits unternommen.

Beim jetzigen Jubiläumstreffen wurde erstmals die frühere Schule, die heutige Pestalozzischule, besucht. „Hier hat sich aber wenig verändert“, war die einhellige Meinung. Schnell fanden die Teilnehmer ihren früheren Klassenraum, setzten sich auf die doch etwas moderneren Stühle und erzählten aus der Vergangenheit.

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Unvergessen ist die Geschichte, als Klassenlehrer Ostermann mit einem Schlüsselbund nach einer schlafenden Schülerin warf, aber eine andere traf. Auch Kreide warf dieser Lehrer nach seinen Schülern. Ebenso nutzte der Musiklehrer manchmal schlagkräftige Argumente, wenn jemand die Noten nicht richtig konnte: „Die hat er uns dann mit sanften Druck mittels seines Dirigentenstocks auf die Hände eingebläut.“

Den Kunsterzieher Hein Liers haben sie in guter Erinnerung behalten: „Er hat uns nicht nur Kunst beigebracht, sondern auch etwas fürs Leben.“ Dies alles hörte sich der anwesende ehemalige Englischlehrer Heinz Heinken an, zu dem die Schüler immer ein gutes Verhältnis hatten. „Ja, mit euch gab es keine Probleme“, bestätigte der über 90-Jährige.

Natürlich wurde viel über Streiche gelacht und über den Apfelklau im ehemaligen Schulgarten gesprochen. Das Neueste erfuhren alle Schüler damals übrigens täglich nach der 10-Uhr-Pause. Da mussten sie sich klassenweise auf dem Hof aufstellen. Schulleiter Cordts stieg auf ein Podest und hielt eine Ansprache.

Nach dem Schulbesuch fand eine vom Stadtführer Karl-Heinz Martinß begleitete Bustour durch die Friesische Wehde statt. Und am Abend beendete ein gemütliches Beisammensein im Tivoli, bei dem auch noch der frühere Biologielehrer Wilfried Niebuhr vorbeischaute, das Klassentreffen.

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