Ferienzeiten
Schon zu Ostern will Verein Betreuung anbieten

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Hohenkirchen Der Verein „Ferienbetreuung“ ist erst vor wenigen Tagen gegründet worden – doch bereits zu den Osterferien 2019 will er für Schulkinder im Wangerland, deren Eltern keinen Urlaub nehmen können, eine Tagesbetreuung anbieten: Wangerlands Gleichstellungsbeauftragte Inka Wüllner, zugleich Vorsitzende des neuen Vereins, ist optimistisch, dass das zu organisieren ist.

Als Gleichstellungsbeauftragte ist ihr Ziel, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. „Und in den Ferien drückt der Schuh am meisten“, weiß sie auch aus eigener Erfahrung als Mutter.

Und der bei den Wangerländer Eltern ist da – das hat eine Bedarfsabfrage ergeben, die sie an allen Wangerländer Grundschulen durchgeführt hat. „Rund die Hälfte der Eltern haben sich beteiligt – und noch immer bekomme ich Rückmeldungen“, berichtete sie jetzt im Schul- und Sozialausschuss.

Knapp 100 Eltern haben in der Abfrage sehr dringenden bedarf an Ferienbetreuung angemeldet – und zwar sowohl vormittags als auch nachmittags. Nun laufen die Planungen – die Vorarbeiten hatte Inka Wüllner bereits geleistet und sich beim Wittmunder Ferienbetreuungs-Verein Anregungen geholt.

Angedacht ist, eine Woche in den Osterferien, drei Wochen im Sommer und ein bis zwei Wochen in den Herbstferien anzubieten. Betreut werden die Kinder im Jugendraum in Hohenkirchen – und zwar durch Fachpersonal. Zurzeit rechnet der Verein mit 10 Euro Kosten pro Kind und Vormittag. „Aber den Preis könnten wir möglicherweise durch Sponsoring drücken“, so Wüllner: Sie und ihre Vereinsmitglieder hoffen auf viel Unterstützung von Wangerländern und Betrieben.

Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich bei Inka Wüllner im Rathaus unter Tel. 04463/939112 melden.

Bei der Vorstellung ihres Vereins im Ausschuss gab es viel Lob für Inka Wüllner: „Eine tolle Sache! Sie haben in kurzer Zeit geschafft, was vorher nie angegangen wurde“, sagte Michael Rohrbeck (Grüne). Auch Mario Szlezak (SPD) und Timo Ostermann (CDU) würdigten Wüllners Arbeit. Ostermann zeigte zugleich der Gemeindeverwaltung die „rote Karte“: „Bei Fragen hieß es immer, es gebe keinen Bedarf – aber knapp 100 Leute, die Ferienbetreuung brauchen, bedeutet: Wir haben Riesen-Bedarf“, sagte er.

Bürgermeister Björn Mühlena ärgerte das: „Natürlich gab es in den Vorjahren Bedarfsabfragen – aber da war der Bedarf an Ferienbetreuung eben nicht so groß“, wies er die Kritik Ostermanns zurück.

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