VAREL Brücken bauen aus Papier, die Farbenpracht des schwarzen Filzstifts, sichtbar gemachte Wasseraufnahme bei Pflanzen: Zahlreiche Experimente haben die pädagogischen Mitarbeiter des Kindergartens „Zum guten Hirten“ am Mittwochabend im „Büppeler Krug“ vorgestellt. Was dort den 80 Eltern vorgeführt wurde, soll ab Ende April von den Kindern „eigenaktiv und ungebremst“ erforscht werden. Anschauliche Versuche aus den Bereichen Chemie, Physik, Technik, Biologie und Mathematik sollen den Forscherdrang der Jungen und Mädchen in der Kindergarten-Uni befriedigen.

„Nie wieder stellen Menschen so viele Warum-Fragen wie im Kindergarten-Alter“, erläutert Kindergartenleiterin Sigrid Wessels. Bereits in der Schulzeit wird die Lust am Lernen immer geringer. „Auch ich habe im Unterricht oft nicht zugehört“, berichtet Astrid Kaiser, Professorin für Didaktik an der Universität Oldenburg. Vier Faktoren könnten helfen, die Freude am Lernen weiterhin aufrecht zu erhalten: Motivation, Eigenaktivität, Verbalisierung und Lernen von anderen Kindern.

Ein Beispiel: Wenn ein Kind dem anderen erklärt, warum die Kerze unter dem Glas verlöscht, begreift das andere Kind dies schneller, als wenn ein Erwachsener dies erklärt. Gleichzeitig festigt sich das Wissen beim ersten Kind durch die Formulierung der Fakten in eigenen Worten. Durch die Verwendung von Alltagsmaterialien wird den Kindern ein persönlicher Bezug gegeben, der den Zugang zu den Sachverhalten erleichtert.

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Die Kindergarten-Uni beginnt Ende April. Einmal in der Woche werden nachmittags zwei Termine mit jeweils 45 Minuten angeboten. Eine pädagogische Mitarbeiterin des Kindergartens betreut dabei sechs bis acht Kinder. Didaktisch unterstützt wird sie dabei von zwei Studenten des Grundschullehramtes. Bis zu den Sommerferien wird es zehn bis zwölf solcher Termine geben. Bevorzugt werden zunächst die Kinder ausgewählt, die dieses Jahr zur Schule kommen. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenlos, bei erfolgter Anmeldung jedoch verbindlich, bei Nichtgefallen ist eine Abmeldung möglich. Für die Eltern wird während der Wartezeit eine Café eingerichtet. Die Kinder bekommen am Ende des „Semesters“ ein Studienbuch, in dem die Experimente dokumentiert werden.

Die Idee zu diesem Projekt kam aus dem Kindergarten „Zum guten Hirten“. Der Ansatz ist offenbar ein Volltreffer: Die Universität Oldenburg sagte kurzfristig ihre wissenschaftliche Unterstützung zu, als Schirmherr konnte der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann gewonnen werden, und einige Sponsoren wurden auch schon gefunden. Dennoch ist die Finanzierung noch nicht komplett, weitere Sponsoren sind willkommen. Parallel dazu versucht Marion Borchardt von der Lokalen Agenda 21, das Projekt bei den Vereinten Nationen anzumelden. Dort wurde die „Weltdekade Nachhaltigkeit Lernen 2005-2014“ ausgerufen. „Die Chancen, dass das Konzept dort angenommen und gefördert wird, sind gut“, so Borchardt.

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