Varel CMS, HTML, C++ – mit diesen Begriffen kann vermutlich nur etwas anfangen, wer etwas von Informatik versteht. Wer damit irgendwann sogar seinen Lebensunterhalt verdienen möchte, kann an den Berufsbildenden Schulen Varel (BBS) den ersten Schritt machen. So wie Niklas Kanthack. Der 23-Jährige aus Seefeld in der Wesermarsch hat für seinen Berufsstart die zweijährige Berufsfachschule zum Informationstechnischen Assistenten absolviert. Mittlerweile macht er eine Ausbildung zum Informatiker bei einem Unternehmen aus der Region.

„In der Ausbildung wird schon eine Menge Wissen vorausgesetzt“, erklärt Niklas Kanthack. „Die Betriebe nehmen deshalb auch lieber jemanden, der sich schon auskennt.“ Insofern seien die zwei Jahre an der BBS genau richtig gewesen. Gegenüber Bewerbern, die frisch von einer allgemeinbildenden Schule kamen, habe er so einen erheblichen Vorteil gehabt.

Teil sieben der NWZ-Serie – Informationstechnische Assistenz

Die Nordwest-Zeitung stellt in Kooperation mit den Berufsbildenden Schulen in Varel junge Leute vor, die über die Schule den Einstieg in den Beruf geschafft haben. Gezeigt werden dabei die Karriere-Chancen, die sich durch die schulische Ausbildung bieten – auch für Schüler ohne Abschluss.

Teil 7 stellt Niklas Kanthack vor. Der 23-jährige Seefelder besuchte an der BBS die Zweijährige Berufsfachschule zum Informationstechnischen Assistenten und macht jetzt eine Ausbildung zum Informatiker bei einer Firma aus der Region.

An der BBS Varel werden 1700 Schüler unterrichtet, davon 53 Prozent in Vollzeit, 47 Prozent lernen in Teilzeitschulformen. Das Kollegium besteht aus 110 Lehrern und Referendaren. Leiter ist Ralf Thiele. Interessierte können sich bei der BBS an der Stettiner Straße 3 unter Tel. 04451/ 95050 oder per E-Mail an info@bbs-varel.de melden.

    www.bbs-varel.de

Niklas Kanthack hatte vorher schon eine andere Ausbildung angefangen. Nach dem Realschulabschluss, der auch Voraussetzung für die Zweijährige Berufsfachschule ist, versuchte er sich zunächst als Azubi zum Elektroniker für Betriebstechnik. „Das hab‘ ich ein Jahr lang gemacht, aber das war überhaupt nichts für mich“, sagt er.

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Also ging er zu einer Info-Veranstaltung der BBS und traf dort auf Bildungsgangsleiter Oliver Schwenke, der Niklas Kanthack prompt überzeugte. „Das klang interessant und man fängt hier bei null an.“

Von nun an standen Programmieren und Webserver einrichten auf dem Stundenplan. Im Fach Elektrotechnik, wo etwa Platinen gelötet werden, konnte Niklas Kanthack noch vom Wissen seiner ersten Ausbildung profitieren. Aber auch Englisch und Sport müssen an der BBS noch belegt werden. „Als Informatiker bewegt man sich ja nicht viel“, erklärt Niklas Kanthack.

Ein Höhepunkt der zweijährigen Berufsfachschule ist für die angehenden Informatikassistenten das vierwöchige Praktikum im zweiten Jahr. Das wird nicht einfach in einem Betrieb absolviert, sondern in den Niederlanden. Die Schüler fahren nämlich zum ROC Friese Poort in Leeuwarden. Die beiden Schulen haben schon seit einigen Jahren eine Kooperation.

„Das war ziemlich interessant. Wir haben hauptsächlich Englisch gesprochen und hatten dort schon einen kleinen Einstieg in die Berufswelt“, sagt Niklas Kanthack. In Leeuwarden mussten sie viel programmieren aber auch einen PC-Shop führen, in dem Computer nach Kundenwünschen zusammengebaut werden.

„Die Schüler müssen sich dort auch selbst versorgen und gewinnen viele neue Eindrücke“, erklärt Bildungsgangsleiter Schwenke. Grundsätzlich helfe die Zweijährige Berufsfachschule den meisten Schülern aber auch bei der Berufsfindung. „Viele haben ganz falsche Vorstellungen und stellen dann schnell fest, das Informatik eigentlich nichts für sie ist“, sagt er. Ein großer Teil der Schüler mache sogar noch das Fachabitur und gehe anschließend studieren. „Die meisten gehen aber in die Ausbildung. Die ist nach wie vor ein sehr gutes Sprungbrett in die Branche.“

So wie Niklas Kanthack, der ja bei einem Unternehmen aus der Region untergekommen ist. Über seinen Arbeitgeber hat er immer noch Kontakt zur BBS. „Zur Zeit arbeite ich an einer Software, die es den Schülern ermöglicht sich online für die Schule anzumelden“, sagt er.

Christopher Hanraets Varel / Redaktion Friesland
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