VAREL „Welcher Uwe Oltmanns hat denn gewonnen?“, wollte der Anrufer wissen. Wie bitte? „Ja, es gibt zwei Uwe Oltmanns in Varel. Wir sind in unserem Leben schon häufiger verwechselt worden.“

Zwei Tage später sitzen die beiden 44-Jährigen bei Uwe Oltmanns an der Bockhorner Straße am Kaffeetisch und kramen in ihrer gemeinsamen Vergangenheit.

Klassen vertauscht

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Das erste Mal sind sie sich vor 35 Jahren in der Orientierungsstufe Obenstrohe begegnet. „Als die Lehrerin meinen Namen aufrief, bin ich mit ihr und den anderen Schülern in die neue Klasse marschiert“, erzählt Uwe (1). „Glücklich war ich nicht, weil meine ganzen Kumpel in einer anderen Klasse waren.“ Doch schon eine Stunde später hieß es: Kommando zurück. Eine Lehrerin kam mit einem anderen Jungen in die Klasse und klärte die Verwechslung auf. „Da haben wird das erste Mal festgestellt, dass wir beide Uwe Oltmanns heißen“, sagt Uwe (2).

Als er 1982 bei MBB in Varel als Maschinenschlosser in die Lehre ging, häuften sich die Verwechslungen. Uwe (1) war dort nämlich seit einem Jahr auch in der Ausbildung zum Werkzeugmacher. „Mal war es der Urlaubsschein, der falsch eingetragen wurde, mal war es die Krankmeldung. „Irgendwann haben wir an unseren Namen immer das Lehrjahr angehängt, dann ging’s“, sagt Uwe (1). Als eine Tarifnachzahlung nach Monaten immer noch nicht auf seinem Konto gelandet war, fragte er im Personalbüro nach. „Ich hatte gar nicht gemerkt, dass mir versehentlich 700 Mark mehr überwiesen worden waren“, erinnert sich Uwe (2) an den Ärger im Betrieb.

Nach zwölf Jahren waren diese Probleme ausgestanden; denn Uwe (1) kündigte und machte sich mit einer Metallschleiferei selbstständig. Uwe (2) dagegen arbeitet heute noch gerne in dem Unternehmen, das inzwischen Premium Aerotec heißt.

Falschem Uwe gratuliert

Die Verwechslungen nahmen dennoch kein Ende. „Wir leben halt damit und lachen jetzt darüber“, meint Uwe (2). Als er 1989 heiratete, erhielt auch Uwe (1) Glückwunschkarten. Umgekehrt kam es vor, dass Uwe (2) zeitweilig Kontoauszüge von der Bank von Uwe (1) nach Hause geschickt bekam.

Beide Uwes besitzen seit Jahren eine Carrera-Bahn – bestellt hat sie aber nur Uwe (2) für seinen Sohn. „Meine hat ein Paketdienst vor die Haustür gestellt“, schmunzelt Uwe (1). „Eine Rechnung habe ich aber nie erhalten.“ Sein Sohn hat sich riesig gefreut und mit Papa so manche schnelle Runde gedreht. Übrigens: Keines der Kinder von Uwe und Uwe heißt Uwe.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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