Varel Den optimalen Zeitpunkt für ihren Peking-Besuch haben 25 Schüler des Lothar-Meyer-Gymnasiums und ihre Lehrer erwischt. Als die Vareler vor einer Woche Chinas Hauptstadt besuchten, empfing zeitgleich Staatspräsident Xi Jinping Barack Obama und Wladimir Putin beim Apec-Treffen, und um ihnen im smoggeplagten Peking freien Blick auf Chinas Fortschritt zu gewähren, waren Fahrverbote erlassen und Tausende Fabriken geschlossen worden. Und so konnten die Vareler Peking und den Blick von der Chinesischen Mauer bei strahlend blauem Himmel erleben.

Der Besuch des größten Bauwerks der Welt war ein Höhepunkt der zweiwöchigen China-Reise des LMG. Nachdem im Februar Schüler aus der Stadt Hangzhou im Südosten Chinas für eine Woche in Varel zu Gast waren, absolvierten die Vareler jetzt den Gegenbesuch. „Es war eine sehr eindrucksvolle Reise“, sagt Schulleiterin Astrid Geisler, die den Austausch mit China angeregt hatte und gemeinsam mit ihren Kollegen Maren Rogge und Fridolin Roberg und 25 Schülerinnen und Schülern des zwölften Jahrgangs nach China gereist war.

Es sollte getestet werden, ob sich zwischen dem LMG und der Xiaoshan High School in Hangzhou eine Partnerschaft entwickeln kann. Die Schule in Hangzhou hat große Bereitschaft signalisiert, und auch die am Sonntag aus China heimgekehrten Lehrer und Schüler sind begeistert. Jetzt muss noch der Schulvorstand des LMG über die Schulpartnerschaft entscheiden. „Wir wären dumm, wenn wir die Partnerschaft nicht eingehen würden“, sagt Astrid Geisler.

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Sie war beeindruckt vom hohen Stellenwert der schulischen Bildung in China. Die Schule in Hanzhou, die von 2500 Oberschülern besucht wird, sei sehr gut ausgestattet mit Schwimmbad und großen Sportstätten. „Jeder Lehrer unterrichtet nur zwei Stunden täglich, ist aber den ganzen Tag an der Schule, um den Unterricht vorzubereiten und Förderunterricht zu geben.“

Begeistert waren die Vareler auch von der Stadt Hangzhou, die mit ihren 6,83 Millionen Einwohnern zu den zwei schönsten Städten Chinas, den so genannten Paradiesstädten, zählt. In Hangzhou waren die Vareler Schüler in Familien untergebracht und erlebten eine beispiellose Gastfreundschaft. Sie lernten, mit Stäbchen zu essen und in brettharten Betten zu schlafen.

Sie erlebten, dass die chinesischen Schüler täglich bis 17 Uhr zur Schule gehen und anschließend noch fünf bis sechs Stunden Hausaufgaben erledigen, dass Chinesen in ihrer Freizeit am liebsten Jogginganzüge tragen und dass die Deutschen bei den Chinesen generell sehr beliebt sind.

Nach der ersten aufregenden Woche in den chinesischen Familien starteten die Vareler zu einer Rundreise durch China. Sie erlebten die beeindruckende Skyline von Shanghai, eine der größten Städte der Welt, bei Nacht, besichtigen eine Seidenfabrik und eine Perlenzucht, waren auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking und auf der Chinesischen Mauer – bei strahlend blauem Himmel.

Traute Börjes-Meinardus Varel / Redaktion Friesland
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