Die Kinder der zweiten Klasse der Grundschule am Schlossplatz konnten ihre Aufregung kaum zügeln. Petra Walentowitz und Susanne Ekhoff von der Mobilen Umweltbildung waren jetzt in der Schule zu Gast. Dort begrüßten sie das 3000. Kind, das an diesem Projekt teilnimmt. „Mobilum“ als Nabu-Niedersachsen-Projekt ist jetzt bereits seit zweieinhalb Jahren im Raum Friesland-Wittmund-Wilhelmshaven in Grundschulen und Kindergärten unterwegs. Die Kinder zum Ausprobieren, Anfassen und intensiven Erleben anzuregen, ist ein Kernpunkt der Projektarbeit. Neben einer ganzen Reihe von Veranstaltungsthemen, die unter anderem das Leben in verschiedenen Biotopen wie Wasser, Wiese oder Wald in den Mittelpunkt stellen, sind Themenwünsche der Lehrer willkommen wie das Thema „Vögel im Winter“, das Christiane von Polenz, Lehrerin an der Schlossplatzschule, derzeit mit den Kindern erarbeitet. Projektpartner des NABU sind der Landkreis Friesland, die EWE, die Barthel-Stiftung sowie die JAWIR- und Philipp Orth-Stiftung. „Durch das Projekt bekommen Kinder ein Gefühl für Umwelt und Natur“, sagte Dr. Holger Buschmann, Vorsitzender des Nabu Niedersachsen. Im Beisein geladener Gäste wie Dorothee und Jürgen Evers (Barthel-Stiftung), Dr. Rütters (JaWir-und Philipp- Orth Stiftung) und dem stellvertretenden Landrat des Landkreises Friesland, Gustav Zielke, bekamen die Kinder einen goldenen Jubiläumsball sowie einen Klassensatz Naturführer über Vögel geschenkt.  

Zur Geburtstagsnachfeier trafen sich jetzt ehemalige Kolleginnen und Kollegen mit ihrem früheren Chef. Herbert Brosowsky feierte am 22. Dezember 2012 seinen 90. Geburtstag. Bis zum Jahr 1987 leitete er 27 Jahre die Vareler Realschule. Selbst ging er in Wilhelmshaven zur Schule, machte 1941 sein Abitur und wurde zur Wehrmacht einberufen, bald zum Leutnant befördert und geriet in Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Freilassung wurde Brosowsky Manager eines Sinfonieorchesters, studierte später am Teachers´ College in den USA und bestand 1951 seine Lehrerprüfung. Nach Einsätzen in Wilhelmshaven und Oldenburg wurde er Rektor der Vareler Realschule. Er hatte mit Raumnot, Lehrermangel und Abschaffung der Aufnahmeprüfung zu tun, und viele Änderungen in der Schulpolitik begleiteten seinen Weg. Ein großes Ereignis war 1978 der Umzug der Realschule in die Arngaster Straße. Fast 1500 Schüler kamen auf dem Schulhof zusammen um den hervorragend ausgestatteten Neubau in Besitz zu nehmen. Später leitete Herbert Brosowsky bis 1995 die Volkshochschule und hat an mehreren Lehrwerken für das Fach Englisch mitgewirkt. Die Kaffeetafel mit den Wegbegleitern erfreute den Jubilar sehr.

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Ein bisschen komisch kam den Kindern der Hafenschule der Beruf, des am Freitag in die Schule eingeladenen Autors Ulf Borgmann schon vor. Doch im Verlauf der vergnüglichen Lesung stellten sie fest, dass diese Bezeichnung wirklich passte, denn wer schreibt schon Bücher in denen der „rosarote Radieschenzupf“ oder ein „nebelgrauer Stoppelhopser“ vorkommen, außer er ist ein Quatschwörtererfinder oder Wörterverkäufer. 65 Schüler und Schülerinnen lauschten dem Vortrag, in den sie hautnah mit hineingezogen wurden. Die Kindheit in Mecklenburg hat Borgmanns Fantasie und Liebe zur Sprache geprägt. Auch die schöne Natur im Garten der eigenen Kindheit lässt ihn bis heute immer wieder Ideen finden und in Kinderbücher umwandeln. Dabei helfen verschiedene Illustratoren, die farbenfrohe witzige Bilder zwischen die Texte streuen. „Ein Esel flog“ war das erste Buch von Borgmann und erschien noch zu DDR-Zeiten. Groß war der Jubel, als Ulf Borgmann den Sportlehrer Nils Pannemann aufforderte „das Beulenkeuleneulchen“ vorzulesen. Die Kinder freuen sich schon auf das neue Buch des Autors. Es erscheint am 25. Februar und heißt „Der Vollmondschwamm“.

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