Oldenburg Die Polkappen schmelzen, in Kalifornien brennen die Wälder, und die globalen Treibhausgasemissionen steigen weiter. Der Klimawandel ist also auf einem guten Weg, die Menschheit ins Chaos zu stürzen. Wir werden uns also mit etwas beschäftigen müssen, mit dem sich niemand so wirklich beschäftigen will: Was tun, wenn es zu spät ist?

Autor dieses Beitrags ist Lennart Münstermann. Der 20-Jährige studiert Internationales Logistikmanagement an der Jade Hochschule am Standort Elsfleth

Mit blankem Entsetzen und Restalkohol vom Vorabend starten wir in das Jahr 2028; das Jahr, in dem unser CO2-Budget aufgebraucht und der Klimawandel gewonnen haben wird. Das offizielle 1,5-Grad-Ziel hat Deutschland verfehlt, jetzt gibt es kein Zurück mehr. Die angerichteten Schäden sind irreversibel, und der Planet beginnt nun ganz von selbst, Treibhausgase in die Atmosphäre zu pusten. Da auch Elon Musk bis dahin höchstwahrscheinlich keine Marskolonie errichtet haben wird, werden wir uns also überlegen müssen, wie wir damit umgehen.

Das (Welt-)Klima ist eine langwierige Entität, und so wird es auch hier einige geben, die behaupten: „Ist doch alles nicht so schlimm“, aber wir anderen, wir, die uns informiert haben, werden wissen, dass es ab jetzt nur noch bergab gehen wird. Millionen von Klimaflüchtigen werden sich in Richtung Europa aufmachen, weil ihre Heimat unbewohnbar geworden ist. Der Meeresspiegel steigt so weit, dass nicht nur die Hälfte der Niederlande im Meer verschwindet, sondern auch ein Großteil des deutschen Nordens sich einer neuen Küstenlinie erfreuen darf. Und endlich wird auch in Deutschland Schnee eine Sache der Vergangenheit werden.

Was wollen wir also tun? Wollen wir uns vom Rest der Welt abschotten, die Grenzen komplett schließen, dass auch ja keiner zu uns reinkommt? Aufnehmen müssen wir sie, ganz gleich wie unangenehm das wird, denn sie werden so oder so kommen. Immerhin ist ihre Situation auch unsere Schuld, und wir werden uns dessen nicht ewig entziehen können. Teuer wird das, ja, aber nicht ansatzweise so teuer wie die wirtschaftlichen Schäden, die durch den Klimawandel hervorgerufen werden. Die liegen nämlich in den Billionen, und dreimal dürfen wir alle gemeinsam raten, wer dafür aufkommen wird.

Aber nicht nur mit Geld werden wir für unsere Ignoranz bezahlen, auch unsere Leben stehen auf dem Spiel. Dank neuer Infektionskrankheiten werden wir wählen müssen, ob wir uns in einen Zustand des semi-permanenten Lockdowns begeben oder wieder Sterblichkeitsraten wie im Mittelalter akzeptieren.

Wir müssen uns also entscheiden: Wollen wir uns auf die Katastrophe vorbereiten oder versuchen sie abzuwenden?

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