Weimar Eigentlich will das Ermittlerduo Dorn und Lessing einfach nur einen freien Tag genießen. Doch nicht nur das Au-Pair-Mädchen, das sie für ihren gemeinsamen Nachwuchs organisiert haben, lässt sie im Stich, auch die Arbeit ruft: Marlies Schrey, „die Strick-Designerin Thüringens“, wurde mit einem Fleischhammer erschlagen, ihr Ehemann wurde entführt. Und irgendwie ist der Sohnemann der Weimarer „Strickeria“ ein verdächtig komischer Kauz.

Auf diesem Grundgerüst beruht der neue Tatort. „Der letzte Schrey“ am Pfingstmontag (20.15 Uhr) ist zwar nicht ganz so an Wortwitzen reich, wie man es sonst vom Ermittlerpaar (Nora Tschirner und Christian Ulmen) gewohnt ist. Aber der Reigen an skurrilen Charakteren wird auch mit dem zehnten Fall aus Weimar gut ergänzt.

Dorn und Lessing halten sich an ihr Erfolgsrezept und folgen der alten Schulhof-Manier, wonach sich neckt, was sich liebt. Neben den liebevoll tumb gespielten Gehilfen Lupo (Arndt Schwering-Sohnrey) und den mit Übelkeit verschiedener Art kämpfenden Vorgesetzten Stich (Thorsten Merten) gesellt sich dieses Mal ein sozial wie mental gefordertes Entführerduo. „Vielleicht haben wir es einmal nicht mit extrem smarten Superschurken zu tun“, merkt Dorn noch zu Beginn der Ermittlungen hoffnungsvoll an. Schnell gelöst ist der Fall trotzdem nicht. Vorher gibt es in der Episode (Regie führte Mira Thiel, Drehbuch von Murmel Clausen) noch einige Wendungen und Leichen mehr.

Der Weimarer „Tatort“ ist aber nicht nur ein Kuriositätenkabinett für seltsame Gestalten, er funktioniert auch wieder als Schaukasten für Thüringen. Und die gute Nachricht für Fans: Die elfte Episode ist bereits im Kasten.

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