Berlin Es gibt keine Show im deutschen Fernsehen mehr, die als „Lagerfeuer“ generationenübergreifend ein Massenpublikum vor die Bildschirme zieht. Diese Zeiten, für die zum Beispiel das einstige ZDF-Paradepferd „Wetten, dass..?“ steht, sind eindeutig vorbei.

Es ist schon ein kleines Kunststück, wenn eine Unterhaltungssendung sich über Wochen als Gesprächsthema in Büros, Kantinen oder Schulhöfen eignet. Eines dieser Spektakel ist „The Voice of Germany“. Die neue Staffel startet am Donnerstag (20.15 Uhr) auf Pro7.

An 17 Abenden bis in den Dezember hinein geht es einmal mehr darum, die beste Stimme Deutschlands aus einem Bewerberkreis von 130 Menschen herauszufiltern. Nichts Neues, nichts Einzigartiges. Aber aus diesem Grund relativ beliebt, weil sich die Jurymitglieder die Probanden im ersten Durchgang nur anhören werden, sie aber nicht ansehen – keine Diskriminierungsgefahr also wegen des Aussehens. Weitgehend faire Bedingungen, nicht zuletzt deswegen hat es „The Voice“ in Deutschland nun in die vierte Runde geschafft.

Die Ausgaben wechseln wie üblich zwischen Pro7 und Sat1. Das war auch in den vergangenen drei Jahren so – 4,16 Millionen Menschen guckten bei jeder Sendung der ersten Staffel durchschnittlich zu, 4,02 Millionen bei Durchgang zwei, noch 3,67 Millionen noch bei Runde drei. Trotz abnehmender Tendenz hält die Sendergruppe Pro7/Sat1 an dem Musikformat, eine Gemeinschaftsproduktion von John de Mols Firma Talpa und Schwartzkopff TV in Hamburg, fest, denn gerade beim Zielpublikum zwischen 14 und 49 ist die Resonanz hoch.

Um den Vorjahressieger Andreas Kümmert ist es indes recht still geworden. Er habe sich zurückgezogen, heißt es auch vom Sender. Aber diese Entwicklung ist ja kein Makel, denn einen „Superstar“ wie zum Beispiel Konkurrent RTL wollen Pro7 und Sat1 nicht zwanghaft schaffen.

Dennoch: Gute Chartplatzierungen sind erwünscht. Die hatte die erste Siegerin 2011, Ivy Quainoo. Aber schon der Sieger von Staffel zwei, Nick Howard, konnte auf Dauer nicht gerade Topplatzierungen vorweisen. Er ist aber gut beschäftigt.

Das Herzstück der Show sind wieder die vier sogenannten Coaches, die als Jury und Ausbilder gleichzeitig fungieren. Nur Samu Haber ist aus dem Vorjahr dabei – Stefanie Kloß, Rückkehrer Rea Garvey sowie Michi Beck und Smudo sind neu in der Mannschaft. Sie ersetzen The BossHoss, Nena und Max Herre.

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