Los Angeles (dpa) - Seit Steven Spielbergs "Der Soldat James Ryan" 1998 ist kein Film über den Zweiten Weltkrieg mehr so erfolgreich in Nordamerika angelaufen: Mit "Dunkirk" landete der gebürtige Brite Christopher Nolan jetzt einen Volltreffer. Das Drama über die verzweifelte Lage von Hunderttausenden Soldaten im französischen Küstenort Dünkirchen beim Angriff der Nazis im Mai 1940 stürmte am Wochenende an die Spitze der nordamerikanischen Kinocharts.

Nach ersten Hochrechnungen des "Box Office Mojo" vom Sonntagabend startete "Dunkirk" in den USA und Kanada mit Einnahmen von 50,5 Millionen Dollar (43,3 Millionen Euro). In dieser Woche läuft das Drama auch in Deutschland an.

US-Kritiker und -Zuschauer gaben Nolan und seinen Akteuren Fionn Whitehead, Mark Rylance, Kenneth Branagh, Cilian Murphy, Tom Hardy und Jack Lowden beste Noten. International addierte "Dunkirk" weitere 55,4 Millionen Dollar und brachte mit dem Gesamtergebnis von rund 100 Millionen schon am ersten Wochenende seine massiven Produktionskosten in etwa wieder ein.

Unerwartet großen Erfolg hatte auch die schlüpfrige Komödie "Girls Trip". Sie begleitet vier langjährige Freundinnen zu einem Musikfest in New Orleans, wo diese ungehemmt die Puppen tanzen lassen. Regisseur Malcolm D. Lee und das Quartett, gespielt von Regina Hall, Queen Latifah, Tiffany Haddish und Jada Pinkett Smith, verhalfen dem Kino-Neuling zu 30,4 Millionen Dollar und Platz zwei der Nordamerika-Charts.

"Spider-Man: Homecoming" musste sich an seinem dritten Wochenende mit 22 Millionen Dollar und Rang drei zufrieden geben. Global kommt der Superheldenstreifen mit Tom Holland, Robert Downey Jr. und Marisa Tomei aber bereits auf Einnahmen von 570 Millionen Dollar. "Planet der Affen: Survival", das letze Kapitel der Affen-Trilogie, fiel in seiner zweiten Woche auf 20,4 Millionen Dollar zurück: Platz vier.

Verlierer wurde ausgerechnet Luc Bessons kostspielige Adaption einer französischen Comic-Serie, "Valerian - Die Stadt der Tausend Planeten". Das Science-Fiction-Epos, das nach Meinung des Branchenblattes "Variety" der teuerste Independent Film aller Zeiten sein dürfte, floppte in den USA und Kanada mit Ersteinnahmen von nur 17 Millionen Dollar. Damit schaffte es "Valerian" gerade noch auf Rang fünf der Kinocharts. 

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