Nauen Zigaretten rauchen auf dem höchsten Turm der Stadt, Crystal Meth ziehen in dunklen Clubkellern – im Leben von Eric (Jannik Schümann; „Jugend ohne Gott“) folgt auf jedes Hoch auch schnell das nächste Tief. Zwischen Streitereien mit der Familie und Partys verfolgt er ein großes Ziel: Eric möchte Schauspieler werden. An der Berliner Schauspielschule wird er angenommen. Die Mutter (Heike Makatsch) ist stolz, doch sein Stiefvater (Benno Fürmann) und der Rest der Familie sehen in Eric nur noch einen Junkie, einen Fehler, ein Problem. ProSieben zeigt das Drama „9 Tage wach“ am Sonntag, 15. März, um 20.15 Uhr.

Seiner Freundin Anja (Peri Baumeister) verspricht Eric, mit den Drogen aufzuhören, seiner Mutter verspricht er, nie den Glauben an sich zu verlieren. Doch er bricht noch mehr als diese Versprechen. Sein Schauspiellehrer (Martin Brambach) schenkt ihm Vertrauen, erkennt sein Potenzial, investiert in sein Talent – auch ihn wird Eric enttäuschen. Eben liegt er noch nackt auf den kalten Fliesen der Entzugsklinik, schon zerdrückt er wieder kleinen Kristalle mit seiner Kreditkarte. Konfrontiert mit dem Tod, gestärkt durch Hoffnung, gebrochen durch das Ende seiner Träume – Erics Geschichte gleicht dem Stroboskop seiner Partynächte.

„9 Tage wach“ zeigt Stehfests Drogenvergangenheit nach dem Vorbild der gleichnamigen Autobiografie: laut, intensiv und ohne Filter. Unter der Regie von Damien Harper ist ein Blockbuster entstanden, der mitreißt, erschüttert und zum Nachdenken anregt. Eine besondere Herausforderung sei es gewesen, jemanden zu spielen, der real existiere, fast gleichaltrig sei und genau die Geschichte vor nicht allzu langer Zeit erlebt habe, erzählt Jannik Schümann.

Mit der RTL-Daily-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ wurde Eric Stehfest zum TV-Star. Erst vor rund drei Jahren machte er seine Crystal-Meth-Vergangenheit als Jugendlicher öffentlich. Heute ist er clean, hat eine Produktionsfirma aufgebaut und an vielen Projekten mitgearbeitet.

Während Schümann sich mit der Junkie-Rolle auf komplett neues Terrain begibt – „bis auf ein paar Mal gekifft“ habe er noch nie Drogen genommen – ist der Film für Stehfest zugleich Schlussstrich. „Mit der Verfilmung verabschiede ich mich von meinem alten Leben. Jetzt darf ich endlich loslassen“, sagt Stehfest. Loslassen von einer Zeit, die auch durch das Fehlen eines Vaters und durch Gefühlskälte gekennzeichnet war. „Zuhause wurde nie „Ich liebe dich“ gesagt“, sagt der 30-Jährige. Es scheint Ironie des Schicksals zu sein, dass letztendlich ausgerechnet die Liebe zu seiner Frau Edith ihm ein besseres Leben bescherte.

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