München Er liebt „Schoko- ladenpuddeling“ – und ist rund um die Uhr zu frechen Sprüchen und Streichen aufgelegt: Der Kobold Pumuckl, der so gern „neckt“ und „versteckt“, hat Generationen von Kindern begeistert und seine Schöpferin berühmt gemacht.

Autorin Ellis Kaut schuf den rothaarigen Kobold, der bis heute durch Sendungen und Bücher in Deutschland, aber auch in Spanien, Frankreich, Griechenland und sogar in China klabautert. 1962 lief die erste Hörspielreihe von „Meister Eder und sein Pumuckl“ im Bayerischen Rundfunk. Pumuckl geht auf die 60 zu – und seine Schöpferin Ellis Kaut wäre am 17. November 100 Jahre alt geworden; sie starb 2015 im Alter von 94 Jahren.

Pumuckl war nicht das einzige Werk der vielseitigen und mehrfach ausgezeichneten Künstlerin. Für den BR schrieb die gelernte Schauspielerin und Bildhauerin Hunderte von Beiträgen für Schulfunk und für Frauenmagazine. Eine Erfolgsstory wurden neben Pumuckl die 120 Geschichten vom „Kater Musch“.

Der Kinderkanal Kika von ARD und ZDF würdigte Kauts 100. Geburtstag mit der Ausstrahlung von mehreren BR-Produktionen. Seit März 2019 ist die Serie „Meister Eder und sein Pumuckl“ bei Amazon Prime Video zu sehen, seit März laufen die digital restaurierten 52 Folgen im BR.

Jetzt können Fans auf völlig neue Folgen hoffen. Die Pumuckl Media GmbH, bei der die Rechte liegen und in der Kauts Erben, die Pumuckl-Zeichnerin Barbara von Johnson und die Infafilm GmbH vereint sind, plant eine neue TV Serie „Meister Eder und sein Pumuckl“. Die Serie werde derzeit von der Produktionsfirma Neue Super entwickelt, man sei in Gesprächen mit einem Streaming-Dienst und einem Sender, sagte Pumuckl Media-Geschäftsführerin Cornelia Liebig-Marciniak. Der Plan sei, 2021 mit der Produktion von 13 Folgen für die erste Staffel zu beginnen, die 2022 ausgestrahlt werden soll.

Wer Pumuckl nach dem unvergesslichen, in Wilhelmshaven geborenen Hans Clarin (1929-2005) die Stimme leihen und wer nach Gustl Bayrhammer (1922-1993) den Meister Eder spielen wird, steht nicht fest. Offen ist auch, wie das Kobold-Leben in Digital-Zeiten aussieht. Bekommt er ein Smartphone? Wohl kaum. „Er erlebt etwas Neues“, verrät Liebig-Marciniak.

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