NEW YORK Doppelter Emmy-Segen für das ZDF: Das zeitgeschichtliche Doku-Drama „Die Wölfe“ hat bei der Verleihung der 37. International Emmy Awards in New York einen der begehrten Fernsehpreise erhalten. ZDF-Intendant Markus Schächter (60) wurde bei der Gala in der Nacht auf Dienstag mit dem Ehren-Emmy „Directorate Award“ ausgezeichnet.

Trophäen einheimsen

Zwei ebenfalls nominierte ARD-Produktionen gingen dagegen leer aus. Größter Gewinner waren erneut die Briten – sie konnten fünf der zehn vergebenen Trophäen einheimsen.

Die deutsche TV-Produzentin Regina Ziegler nahm mit ZDF-Redaktionsleiter Heiner Gatzemeier für den Dreiteiler „Die Wölfe“ den Preis in der Kategorie Miniserie in Empfang. „Wir haben fünf Jahre an dem Projekt gearbeitet. Ich finde, wir haben den Preis verdient“, sagte Ziegler später strahlend. Das Doku-Drama über eine Gruppe Jugendlicher aus dem Nachkriegs-Berlin (Buch und Regie: Friedemann Fromm) lief Anfang des Jahres erstmals im ZDF.

Schächter erhielt den Ehrenpreis für seine Managementqualitäten an der Spitze des ZDF, besonders für seine Verdienste um die Digitalisierung. „Markus Schächter hat das ZDF durch eine turbulente Vergangenheit geführt und es gut für eine erfolgreiche Zukunft positioniert“, sagte der frühere US-Außenminister Henry Kissinger in seiner Laudatio.

Die ARD-Dokumentation „Der große Rausch – Ein Investmentbanker packt aus“ von Stephan Lamby unterlag in der Kategorie Dokumentarfilm dem britischen Konkurrenten „The Ascent of Money“. Die Comedy-Serie „Türkisch für Anfänger“ konnte sich nicht gegen den japanischen Hit „Hoshi Shinichi’s Short Shorts“ durchsetzen. Als beste Dramaserie wurde die fünfteilige dänische Polizeireihe „The Protectors – Auf Leben und Tod“ ausgezeichnet, an der das ZDF als Koproduzent beteiligt war.

Die internationale Academy of Television Arts & Sciences vergab die begehrten Preise für nicht-amerikanische TV-Sendungen zum 37. Mal. Dieses Jahr waren 41 Produktionen aus 17 Ländern nominiert, darunter die drei aus Deutschland. In den vergangenen Jahren war das deutsche Fernsehen mehrfach leer ausgegangen.

Langjährige Verdienste

Der „Directorate Award“ geht an Personen oder Organisationen, die sich über einen langen Zeitraum um das Fernsehen verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Schächters Vorgänger Dieter Stolte, der frühere RTL-Chef Helmut Thoma sowie der frühere BBC-Generaldirektor Greg Dyke.

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