Stockholm (dpa) - Der Tod des aus den "Millennium"-Verfilmungen bekannten schwedischen Schauspielers Michael Nyqvist hat bei vielen Kollegen Bestürzung ausgelöst.

"Es bricht mir das Herz", twitterte der britische Schauspieler Gerard Butler in der Nacht zum Mittwoch. In einer Videobotschaft beschrieb er den Schweden als Mann mit "kindlichen Qualitäten, einer Verspieltheit, aber auch Demut und Wärme und einem frechen Glitzern in seinen Augen".

Nyqvist war am Dienstag im Alter von 56 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Das hatten mehrere schwedische Medien unter Berufung auf die Familie des Schauspielers berichtet.

In den drei Verfilmungen der "Millennium"-Thriller aus der Feder von Stieg Larsson ("Verblendung", "Verdammnis", "Vergebung") hatte Nyqvist ab 2009 den Journalisten Mikael Blomqvist gespielt, der an der Seite der Hackerin Lisbeth Salander (Noomi Rapace) ermittelt.

Nyqvist war als Baby von seinen Eltern - einer Schwedin und einem Italiener - in Stockholm zur Adoption freigegeben und von einer schwedischen Familie aufgenommen worden. Als Teenager begann er, sich für die Schauspielerei zu interessieren und besuchte später eine Theaterschule im südschwedischen Malmö.

Neben etlichen Auftritten am Theater sowie in Film und Fernsehen in seiner Heimat landete "Micke" auch Rollen in Hollywood. An der Seite von Tom Cruise spielte der zweifache Vater 2011 etwa den Schurken in "Mission: Impossible - Ghost Protocol". Zuletzt war Nyqvist unter anderem in dem dänischen Drama "Du forsvinder" ("Du verschwindest") mit Nikolaj Lie Kaas und Trine Dyrholm zu sehen.

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