Los Angeles Seit mehr als 75 Jahren steht sie vor der Kamera. Dreimal war sie für einen Oscar nominiert, mehrfach für den Emmy-TV-Preis, sie holte sechs Golden-Globe-Trophäen und dazu fünf Tony-Awards für ihre Theaterauftritte. Nun kann sie auch noch die Zahl 95 in ihren Lebenslauf einfügen. An diesem Freitag, 16. Oktober, feiert die britisch-amerikanische Schauspielerin Angela Lansbury ihren 95. Geburtstag.

1996 letzten Fall gelöst

Viele kennen sie auch unter dem Namen der Figur Jessica Fletcher: Mit ihrer Hauptrolle in der TV-Serie „Mord ist ihr Hobby“ (im Original „Murder, She Wrote“) gewann Lansbury wohl die meisten Fans. Mit zwölf Jahren Laufzeit war die Serie eine der erfolgreichste Detektiv-Serien des US-Fernsehens. 1996 löste Lansbury als neugierige Hobby-Detektivin Fletcher ihren letzten Fall. Geboren wurde sie 1925 im Londoner East End. Ihr Vater, ein Politiker, starb an Krebs, als sie ein Kind war.

Der schockierende Verlust habe sie völlig verändert, sagte Lansbury 2014 der britischen Zeitung „Daily Mail“. Sie sei zur Träumerin geworden und früh dem Beruf ihrer Mutter gefolgt. Die irische Schauspielerin Moyna MacGill zog während des Zweiten Weltkriegs mit ihren vier Kindern erst nach New York, dann nach Los Angeles.

Mit 17 jobbte Lansbury in einem Kaufhaus, als ein Agent sie entdeckte. Das Studio MGM suchte damals eine Darstellerin mit britischem Akzent. „In der einen Minute packe ich Weihnachtsgeschenke in einem Geschäft ein, in der nächsten Minute drehe ich mit Ingrid Bergman. Das grenzte an ein Wunder“, sagte Lansbury der „Daily Mail“. Ihr erster Film, der Thriller „Das Haus der Lady Alquist“, in dem sie ein intrigantes Dienstmädchen spielte, brachte Lansbury 1945 eine Oscar-Nominierung als beste Nebendarstellerin ein – ein Traumstart.

Die zweite Nominierung folgte ein Jahr später für das Horror-Drama „Das Bildnis des Dorian Grey“. Zum dritten Mal konnte Lansbury mit ihrer Glanzrolle als kaltblütige Drahtzieherin in dem Polit-Thriller „Botschafter der Angst“ auf einen Oscar hoffen.

Im Wettbewerb ging sie zwar stets leer aus, aber die Film-Akademie verlieh ihr 2013 einen Ehrenoscar. Ein Jahr später kam noch eine Ehrung der britischen Queen dazu: Sie darf sich „Dame Lansbury“ nennen.

In den 1970er Jahren wurde die Schauspielerin mit Musicals wie „Sweeney Todd“ zum gefeierten Broadway-Star. Mit 60 Jahren kam Lansbury als Detektivin Fletcher groß raus.

Rückkehr zum Film

Lansbury meldete sich 2005 mit der Rolle als grässliche Großtante in dem Fantasymärchen „Eine zauberhafte Nanny“ zurück. Als Luftballonverkäuferin war sie 2018 in dem Film „Mary Poppins’ Rückkehr“ im Kino zu sehen.

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