Köln Applaus vom Band, ein aufgeklebtes Publikum und jede Menge Luftküsse: Die vierte Folge der RTL-Promitanz-Show „Let’s Dance“ am Freitagabend war wegen der Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz vor dem Coronavirus eine visuell eher reduzierte Ausgabe. Wettgemacht wurde das zum Teil durch den Einsatz von Teilnehmern und der Jury.

In einem leeren Studio saßen die Promis paarweise auf den Zuschauertribünen verteilt und nicht wie sonst in der Promi-Lounge. In dieser Woche waren auch keine Freunde und Familienmitglieder im Studio mehr erlaubt. Dafür hatte RTL zuvor eingesendete Zuschauer-Fotos auf die Sitze geklebt.

Besondere Zeiten erfordern eben besondere Mittel: Denn „Let‘s Dance“ in Zeiten von Corona ist, wenn auch die Jury tanzt. Jury-Urgestein Joachim Llambi, Profi-Tänzerin Motsi Mabuse und Choreograf Jorge González performten einen kurzen Tanz zu Beginn der Sendung und forderten die Zuschauer explizit zum Mitmachen auf. Das Hände-Drehen und Oberkörper-Schütteln sollten die Zuhause-Tänzer auf Instagram stellen.

Neben dem Publikum fehlte zusätzlich Teilnehmer John Kelly (52). Der Musiker, einst Mitglied der „Kelly-Family“, konnte aus familiären Gründen nicht teilnehmen, wie Moderatorin Victoria Swarovski (26) zu Beginn der Sendung bekanntgab. Grund dafür sei ein Krankheitsfall in der Familie. Um Covid-19 solle es sich laut RTL aber nicht handeln. In der kommenden Woche soll er wohl wieder dabei sein.

Moderator Sükrü Pehlivan, unter anderem bekannt aus dem RTL-Format „Die Superhändler“, bekam von Juror Joachim Llambi die härteste Kritik an diesem Abend entgegengesetzt. „Das war gar nichts. Das war Dosenwerfen auf der Kirmes“, sagte er zu Pehlivans Jive und gab in der anschließenden Bewertung null Punkte. Da das aufgrund der Regeln in der Show nicht möglich ist, korrigierte Moderatorin Victoria Swarovski den Punktestand auf eins.

Auf der anderen Seite überraschte das kritischste Mitglied der „Let’s Dance“-Jury mit seiner Bewertung für Luca Hänni. Nach der „Contemporary“-Performance des „DSDS“-Gewinners von 2012 sagte Llambi: „Wir machen das ganz kurz: erste Zehn (Punkte) von mir in dieser Staffel.“

Durch die ganze Sendung zog sich die Aussage: Wir machen hier weiter, damit die Zuschauer Spaß und Ablenkung haben. Mit dieser Einstellung schien sich die Konkurrenz-Situation zwischen den Teilnehmern eher aufzuweichen. Dass dann das niederländische Model Loiza Lamers (25) am Ende von den Zuschauern rausgewählt wurde, wirkte vor dem aktuellen Hintergrund eher harmlos.

Das finale Urteil von Llambi zur publikumslosen Show: „Das ist natürlich erstmal eine ganz ungewohnte Atmosphäre.“ Es sei nicht der Druck da, den rund 1000 Menschen im Saal erzeugen könnten, sagte er.

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