HAMBURG TV-Moderatorin Susanne Holst schaltet den fernreisenden Vater ihrer Zwillinge jeden Morgen über Skype zum Frühstück dazu. Sie scheint also als Patin der ARD-Themenwoche „Der mobile Mensch“ (22. bis 27. Mai) ideal. Ihre Mitpaten, Moderator Dieter Moor und „Tatort“-Kommissarin Ulrike Folkerts, sehen das Thema jedoch etwas anders und haben durchaus unterschiedliche Ansichten zur Mobilität.

Laptop am Frühstückstisch

„Etwas skurril“, meinte Moor, als Holst auf der ARD-Pressekonferenz in Hamburg beschrieb, wie der aufgeklappte Laptop mit dem zugeschalteten Ehemann allmorgendlich auf dem Tisch steht. Und Schauspielerin Folkerts verriet, was sie von permanent ins Handy sprechenden Mitmenschen hält: „Ich finde das echt unverschämt. Manchmal muss man sich da auch einmischen.“

Unterschiedliche Formate wie die Talkshows von Anne Will und Reinhold Beckmann, Reportagen etwa über Vielflieger, Bahn-Pendler und eine Nonne, die ihre Klostermauern schon lange nicht mehr verlassen hat, sowie Wissenssendungen widmen sich dem Schwerpunkt. Das Leben in Fernbeziehungen wird ebenso beobachtet wie die Auswirkungen sozialer Netzwerke auf Freundschaften. Außerdem zeigt die ARD den Spielfilm „Carl & Bertha“ über Autoerfinder Carl Benz und seine große Liebe Bertha, in dem Felicitas Woll und Ken Duken die Titelrollen übernommen haben.

Anlass für das diesjährige Thema sei der 125. Geburtstag der Erfindung des Automobils durch Benz gewesen, sagte Peter Boudgoust, Intendant des federführenden SWR. Aber es gehe um sehr viel mehr Facetten der Mobilität – um die positiven Auswirkungen und die Schattenseiten.

Politische Umbrüche

Darüber hinaus werden laut Boudgoust auch soziale, kulturelle und gesundheitliche Auswirkungen wie etwa bei den politischen Umbrüchen in Nordafrika und dem Nahen Osten, Mobilität als Stressfaktor oder die Folgen für die Umwelt im Zentrum stehen, sagte Boudgoust.

Der Fernsehfilm „Carl und Bertha“ (Montag, 23. Mai, 20.15 Uhr, ARD) erzählt die Geschichte des Autopioniers Carl Benz und seiner Frau. „ARD-exklusiv“ (Sonntag, 22. Mai, 13.15 Uhr) zeigt die Reportage „Airport am Start – Der Großflughafen Berlin-Schönefeld“. „Überall und nirgendwo – Was morgen die Welt bewegt“ (23. Mai, 21.45 Uhr) zieht einen Vergleich der modernen Kommunikation mit der Erfindung des Automobils. Die Talkrunde von Anne Will am Sonntag dreht sich um Arbeitspendler, während es am Montag bei Reinhold Beckmann um Mobilität im Alter geht.

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