Bremen „Es hätte eine so schöne Nacht werden können“, sagt die junge Schutzpolizistin, als sie mit ihrem Kollegen David Förster (Christoph Letkowski) in ein abgelegenes Bremer Hafengebiet gerufen wird. Ein Mann fühlt sich dort bedroht. Nur Minuten später eskaliert der Einsatz, Menschen werden besonders brutal verletzt. Anscheinend haben die beiden Ordnungshüter Aktivitäten eines kriminellen Clans gestört. Als die Hauptkommissare Inga Lürsen (Sabine Postel) und Nils Stedefreund (Oliver Mommsen) eintreffen, sind Polizist und Anrufer verschwunden. Indizien deuten darauf hin, dass zumindest der unbekannte Mann ermordet wurde.

Florian Baxmeyers packend und durchaus nicht immer politisch korrekt inszenierter Bremer „Tatort“-Fall „Brüder“ – an diesem Sonntag um 20.15 Uhr in der ARD zu sehen – führt die Zuschauer in eine abgründige Parallelwelt inmitten der deutschen Gesellschaft. In krassen, kalten Bildern (Kamera: Marcus Kanter) zeigt sein Thriller die gnadenlosen Aktivitäten einer arabisch-türkischstämmigen Großfamilie, die ihre Geschäfte mit Prostitution, Waffen und Drogen knallhart im Griff hat.

Es ist bereits die neunte „Tatort“-Arbeit des 1974 in Essen geborenen, 2003 in Los Angeles mit dem Studenten-Oscar ausgezeichneten Baxmeyer. Im vergangenen Jahr hatte er mit „Puppenspieler“ und „Er wird töten“ gleich beide Radio-Bremen-Beiträge geschaffen. Sein aktueller Fall entstand nach dem Drehbuch des dreifachen Grimme-Preisträgers Wilfried Huismann (63, „Das Totenschiff“) und Dagmar Gabler („Close“).

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