HAMBURG Die ARD will mit einem Programmschwerpunkt in der Woche vor Ostern über die Gefahren der Scientology-Organisation aufklären. Mit einem Spielfilm, einer Diskussions-Sendung und einer Dokumentation solle das Bewusstsein für das Thema geschärft werden, sagte der Filmchef des produzierenden Südwestrundfunks (SWR), Carl Bergengruen, in Hamburg.

ARD-Programmdirektor Volker Herres erklärte, Scientology greife tief in private und persönliche Beziehungen wie Ehe und Familie ein. Der Organisation, die sozialdarwinistische Vorstellungen vertrete, gehe es nur um persönliche Macht- und Geldvermehrung. Sie habe schon manchen um die Existenz gebracht. Die ARD sei dieses heikle Thema mit großer Entschlossenheit angegangen, sagte Herres.

Wahre Begebenheiten

Das Erste zeigt den Spielfilm „Bis nichts mehr bleibt“, der in weiten Teilen auf wahren Begebenheiten beruht, am 31. März um 20.15 Uhr. Anschließend diskutiert Frank Plasberg in „Hart aber fair“ über das Thema. Um 23 Uhr strahlt der SWR eine Dokumentation mit dem Arbeitstitel „Bis nichts mehr bleibt. Wie Scientology Menschen zerstört“ aus.

Nico Hoffmann von der Produktionsfirma „teamWorx“ erklärte, bei dem Projekt habe man mit Gegenwind durch Scientology rechnen müssen. Man sei juristisch gegen eine Klage der Organisation gewappnet. Laut Bergengruen versuchte Scientology fast täglich durch Anrufe, Einzelheiten über das Projekt zu erfahren.

Der Ausstieg gelingt

„Bis nichts mehr bleibt“ ist die Geschichte des jungen Familienvaters Frank (Felix Klare), dem der Ausstieg aus Scientology gelingt, dabei aber seine Frau (Silke Bodenbender) und seine Tochter verliert. In weiteren Rollen sind Kai Wiesinger, Nina Kunzendorf, Robert Atzorn, Suzanne von Borsody und Sabine Postel zu sehen. Der Film ist eine Koproduktion mit dem SWR, der ARD Degeto und dem NDR, gefördert von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein.

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