Berlin „Mein Name ist Felix Grünler. Und um das gleich klarzustellen: Ich bin nicht verrückt.“ So stellt sich der Starkstrom-Elektriker dem Publikum vor, direkter Blick in die Kamera. Und da ahnt der Zuschauer schon, dass mancher das anders sehen wird.

Die Komödie „Der mit dem Schlag“, die das ZDF am Mittwochabend (20.15 Uhr) zeigt, beleuchtet einen Ausschnitt aus dem Leben von Grünler: Nach dem Tod seiner Mutter beginnt der Streit ums Erbe. Und seine Schwägerin tut alles dafür, den leicht schrulligen Felix in die Psychiatrie zu bringen.

Mit Hinnerk Schönemann ist die Hauptrolle ideal besetzt. Oft braucht er nicht mal Worte, um sein Befinden zu veranschaulichen. Ein leerer Blick drückt Ratlosigkeit aus, eine leichte Mundbewegung Verständnis, ein Stirnrunzeln Zweifel. Der 42-Jährige wurde für die Darstellung mit dem Deutschen Schauspielerpreis in der Kategorie „Schauspieler in einer komödiantischen Rolle“ geehrt. „Da dieser Preis von Schauspielern vergeben wird, die die Arbeit eines Schauspielers bewerten, freut mich diese Auszeichnung besonders“, sagt Schönemann.

Auch über ihn hinaus hat Regisseur Lars Becker eine namhafte Besetzung bekommen: Neben Peter Lohmeyer als Gutachter und Armin Rohde als Bürgermeister sticht vor allem Sophie Rois als Psychiaterin hervor. Zwischen ihr und Grünler entwickeln sich amüsante Schlagabtausche: Er: „Ich bin nicht verrückt.“ Sie: „Mit diesem Begriff arbeiten wir hier nicht.“ Über das Gutachten über ihn sagt er: „Das ist weder gut, noch achtet es irgendjemanden.“

Der Film hat viele komische Momente. Wie sich am Ende alles fügt, mag je nach Geschmack etwas kitschig sein – ist aber familiengerecht.

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