Berlin Kandidaten in Castingshows, die durchweg gut singen können, respektvoll behandelt werden und die die Jury zunächst nicht sehen kann: All das ist neu, als 2011 „The Voice of Germany“ startet. An diesem Donnerstag (20.15 Uhr) startet mit den „Blind Auditions“, bei der die Coaches den Teilnehmern zunächst den Rücken zudrehen, bereits die zehnte Staffel.

In den Jubiläumsausgaben, die donnerstags auf ProSieben und sonntags bei Sat.1 laufen, ist einiges neu und dem Anlass entsprechend spektakulär. Das fängt bei der Eröffnungssequenz an, in der die prominenten Coaches einen Song von Coldplay anstimmen – auf dem Studiodach und mit reichlich Pyro untermalt.

Die Coaches

Außerdem kämpfen diesmal so viele Musiker um die besten Talente, wie noch nie. Neben Dauerbrenner Mark Forster und Neuzugang Nico Santos sind zwei Zweierteams am Start, die die „Voice“-Fans aus früheren Staffeln kennen: Stefanie Kloß, Sängerin von Silbermond und Yvonne Catterfeld, sowie Rea Garvey und Sunrise-Avenue-Frontmann Samu Haber.

Außerdem gibt Michael Schulte ausgeschiedenen Kandidaten in der „Comeback Stage“, die im Internet zu sehen ist, eine zweite Chance. Schulte, der 2018 mit seiner Ballade „You Let Me Walk Alone“ den vierten Platz beim Eurovision Song Contest belegte, gehörte wie Popsänger Max Giesinger zu den Finalisten der „Voice“-Premiere.

Respektvoller Umgang

„Die erste Staffel war damals nach einigen Jahren der Musikshow-Dürre ein richtiges Event im Fernsehen“, sagt Mark Forster. „Vor allem mit der Grundhaltung, den Talenten mit Respekt zu begegnen, nur die besten Musiker auf die roten Stühle zu lassen und nur Talente auf die Bühne zu holen, die auch singen können.“

In der Tat: Bei ähnlichen Formaten wie „Popstars“ oder „Deutschland sucht den Superstar“ beleidigten die Juroren einige Nachwuchssänger regelrecht. Auch die oft dramatischen Schicksale der Kandidaten wurden zum Teil thematisiert. Bei „The Voice of Germany“ geht es dagegen so kuschelig zu, dass die Harmonie nach Ansicht einiger Zuschauer schon mal übertrieben wirkt. Die kritischen Töne von Rapper Sido im vergangenen Jahr waren da eher die Ausnahme.

In der von Thore Schölermann und Annemarie Carpendale moderierten Jubiläumsstaffel sind nicht nur frühere Coaches zu sehen, sondern auch zehn altbekannte Kandidaten, die „All Stars“.

Erfahrung sammeln

Den Durchbruch schafften aber nur die Wenigsten. „Der Gewinn bedeutet nicht automatisch, dass man ein Superstar wird. Aber die Teilnahme kann ein Anfang sein.“, erklärt Forster. Und Kloß ergänzt: „Die Talente sammeln hier in kurzer Zeit so viele Erfahrungen, wie wir als Band in zehn Jahren.“

Das alles geschieht in diesem Jahr unter strengen Hygieneregeln. So müssen die Musiker hinter den Kulissen Masken tragen, auf der Bühne Abstand halten und dürfen sich nicht in den Arm nehmen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.