Wilhelmshaven Vor der UCI Kinowelt in Wilhelmshaven warteten Hunderte. Schließlich zückten sie ihre Handys und machten Aufnahmen von TV-Kommissaren. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hatte am Dienstag eingeladen und für seine Bundespolizisten Thorsten Falke und Katharina Lorenz den roten Teppich ausgerollt.

Die Darsteller Wotan Wilke Möhring und Petra Schmidt-Schaller waren mit dem Produktionsteam angereist, um die neue „Tatort“-Folge „Kaltstart“ in vier Kinosälen zu präsentieren. Sie spielt in Wilhelmshaven und wird am Sonntag (27. April, 20.15 Uhr, ARD) ausgestrahlt.

Eine Filmpremiere in Wilhelmshaven – alles andere als Alltag. Und einen solchen Empfang erleben selbst die „Tatort“-Macher nicht alle Tage. „Wer weiß, ob wir hier nicht noch einen ,Tatort’ drehen“, sagt Christian Granderath, Fernsehfilm-Chef des NDR. Selten habe er ein Team so begeistert über einen Drehort erzählen hören wie über Wilhelmshaven.

Begeistert war auch Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU): „Als die Anfrage des NDR kam, haben wir uns bereitwillig vor den Karren spannen lassen und dem Drehteam alle Türen geöffnet.“ Die Stadt hatte das Team vor der Preview zum Empfang im Ratssaal eingeladen. Im Rathaus soll man sich schon während der Drehvorbereitungen über die Wahl der Kommissare erleichtert geäußert haben, befürchteten einige doch, Til Schweiger – Halter des „Tatort“-Leichenrekords – könnte die Jadestadt filmisch in Schutt und Asche legen.

Dann schon lieber Möhring, der nun zur Vorpremiere im Bus zusammen mit Fans und Pressevertretern aus Hamburg am Rathaus vorfuhr, um sich ins Goldene Buch der Stadt einzutragen.

„Mein erstes Goldenes Buch überhaupt“, so Möhring. Im Kino wird dem Schauspieler ebenfalls ein warmherziger „Kaltstart“-Empfang bereitet.

In dem neuen „Tatort“ geht es um Schleuserbanden, Waffenschmuggel, permanente Überwachung mit Drohnen, Warlords und mafiöse Machenschaften – viel Stoff für einen Fernsehabend.

Wilhelmshaven wird dabei in Bildern mit geringer Tiefenschärfe gezeigt, dazu gibt es die komplexe Geschichte mit einem recht offenen Ende.

Bei „Kaltstart“ führte Marvin Kren („Blutgletscher“) Regie. Kren und sein Kameramann Moritz Schultheiß wussten vor allem die Jadestadt als Kulisse zu nutzen. Luftaufnahmen zeigen die Stadt bei Tag und Nacht. Dann wieder Schiffe, die aus wirtschaftlichen Gründen außer Betrieb genommen wurden und als Auflieger auf bessere Zeiten warten. Hauptschauplatz ist der Jade-Weser-Port.

Am Ende der Vorpremiere gibt es reichlich Applaus vom Publikum und beinahe die feste Zusage der Filmemacher: „Fortsetzung folgt.“

Andere sind noch skeptisch, diskutieren auf dem Weg ins Foyer. „Kein klassischer ,Tatort’“, sagt die Wilhelmshavenerin Ilka Kollack (45), die mit ihrem Mann Gunnar (47) die Vorpremiere besucht hat.

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