Emden „Ich hoffe, ich habe mich nicht zu tollpatschig angestellt.“ Mit dieser Frage wird der Leiter des Emder Volkswagen-Werkes, Uwe Schwartz, zitiert, nachdem er sich noch vor Beginn der Werksferien drei Tage lang in der Montage des Werkes versucht hat. Welche Antwort der Manager daraufhin bekommen hat, ist nicht überliefert. Berichtet aber wird von einer anstrengenden und schweißtreibenden Angelegenheit in der Spätschicht in der Halle 7.

Fünf Manager pro Monat sollen an das Band

„Let’s work together“ – Lasst uns zusammenarbeiten -, so ist eine Aktion überschrieben, mit der die Führungsriege der Emder Autofabrik den Praxistest wagt: Die Manager wechseln Anzughose und weißes Hemd mit Arbeitshose und blauem T-Shirt und arbeiten dort, wo es darauf ankommt. Nach Werksleiter Schwartz, Fertigungsleiter Thomas Scholz und der Leiter des „Volkswagen Weg Emden“, Marc Spiewack, die die erste Runde eingeläutet haben, sollen nach dem Werksurlaub drei bis fünf Manager und Führungskräfte pro Monat ebenfalls an die Bänder ziehen und in den dortigen Teams mitarbeiten.

Doch selbst der Chef wurde nicht ohne vorheriges Trainingsprogramm in die Autoproduktion gelassen. Auch die drei Führungskräfte mussten in das werkseigene Trainingszentrum, um sich dort zunächst „auf dem Trockenen“ mit der Arbeit an der Linie vertraut machen. Dabei ging es nicht allein um die Handgriffe, sondern unter anderem auch um das Training auf dem Mitlaufband. Erst danach und mit einer Trainingsurkunde in der Tasche wurde es ernst.

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Und es wurde anschließend berichtet, dass die ersten drei Praktikanten auch den notwendigen Ehrgeiz mitgebracht hatten und sich offenbar nichts nachsagen lassen wollten. Und „mitnehmen“ wollen die Führungskräfte natürlich auch ihre Eindrücke - wahrscheinlich nicht nur von den 30 Grad in der Halle 7.

Das ganze soll auch dem Kennlernen dienen und dem gegenseitigen Verstehen, heißt es bei VW. Von „Augenhöhe“ ist da die Rede und von einer „Vertrauensbasis“, die geschaffen werden soll. Entsprechend wird auch berichtet, dass der Werksleiter am Band auch das gegenseitige „Du“ gepflegt hat. Das hat ihm aber offenbar nicht die Arbeit erspart: „Das, was die Kolleginnen und Kollegen hier Tag für Tag leisten, ist harte Arbeit und hat mir einiges abverlangt“, wird Schwartz im Anschluss wiedergegeben. Und er soll seinem neuen Team auch gleich im Gegenzug ein Praktikum im Management angeboten haben.

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