Elsfleth Die letzte Fahrradcodierungs-Aktion der Polizei in diesem Jahr war eher mäßig besucht. Etwa zur Halbzeit hatten nur vier Besitzer die Gelegenheit genutzt, ihre Fahrräder kostenlos registrieren zu lassen. „Das war um diese Jahreszeit schon so zu erwarten“, räumte Polizeikommissarin Antje Kiehm ein, die als Fahrrad-Sachbearbeiterin die Codierungen durchführt. „Zur letzten Aktion im Sommer hatten wir noch 55 Codierungen.“

Die Prozedur geht schnell. Auf einem Formular trägt der Besitzer alle Daten zu seinem Fahrrad ­– zum Beispiel Bauart, Modell und Größe ­– ein. Die werden im Computersystem der Polizei gespeichert und dem Fahrrad eine Plakette mit Barcode zugeteilt. Anhand des Aufklebers kann das Fahrrad seinem Besitzer zugeordnet werden. „Wenn wir zum Beispiel nachts alte Bekannte treffen, die ein verdächtig neues Rad bei sich haben, können wir der Sache gleich auf den Grund gehen“, erklärt Polizeioberkommissar Wolfgang Niess. Der Aufkleber ist mit einer TÜV-Plakette vergleichbar und lässt sich nicht entfernen, ohne deutliche Spuren zu hinterlassen.

Der Besitzer erhält einen Flyer mit Tipps zum Diebstahlschutz und einem Fahrradpass, der im Diebstahlfall die Suche erleichtern soll. „Den Flyer gibt es auch als App fürs Smartphone“, erklärt Antje Kiehm. „Mit ihr kann der Besitzer einen eventuellen Diebstahl mit allen Daten direkt der Polizei melden.“

Auf Nummer sicher gehen wollten auch Heike und Hergen Heinemann. Sie hatten sich erst vor zwei Wochen neue E-Bikes gekauft und nutzten jetzt die Gelegenheit zur Codierung. „So ein Rad kostet ja fast 2000 Euro, da lohnt es sich, beim Diebstahlschutz alle Möglichkeiten auszuschöpfen“, findet Heike Heinemann. Nach ein paar Minuten plus etwas Fachsimpeln über die neuen Flitzer konnten die Eheleute weiter radeln.

Wer die Codierungsaktion verpasst hat, hat 2017 wieder Gelegenheit „Es wird aber in Zukunft weniger fixe Termine geben und wenn, dann eher in der warmen Jahreszeit“, sagt Antje Kiehm. Das liegt aber nicht daran, dass die Polizei keine Lust mehr dazu hätte sondern am einfacheren Verfahren.

„Früher, als noch Nummern in den Rahmen graviert wurden, mussten wir immer viele Geräte dabei haben. Das ging nur mit festen Terminen“, erklärt Kiehm. „Mit dem jetzigen Verfahren sind wir so flexibel, dass die Bürger nach telefonischer Absprache jederzeit kommen können – zum Beispiel wenn sie sich gerade ein neues Fahrrad gekauft haben.

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