Elsfleth Silke Renken und Frank Freels sind die Menschen des Jahres 2013 in Elsfleth. Beim Jahresempfang der Nordwest-Zeitung und der Oldenburgischen Landesbank am Sonnabend in den Räumen der Jadehochschule erhielten die beiden vor rund 70 geladenen Gästen ihre Auszeichnungen.

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz wurden Silke Renken (49) und Frank Freels (40) nicht nur mit exklusiven Ehrennadeln aus Silber ausgezeichnet, die in Form dreier stilisierter Segel gestaltet sind. Beide durften sich darüber hinaus über Blumen, Urkunden und Geldpreise freuen.

NWZ -Chefredakteur Rolf Seelheim, der stellvertretende Landrat Dieter Kohlmann, Bürgermeisterin Traute von der Kammer, Professor Dr. Klaus-Jürgen Windeck, Dekan der Seefahrtschule, sowie der Leiter der OLB-Filiale Elsfleth, Stephan Menke, hoben in ihren Reden die Bedeutung des Ehrenamtes hervor. Die Auszeichnung der beiden Preisträger übernahmen der für Elsfleth zuständige NWZ -Redakteur Ulrich Schlüter, Stephan Menke und Traute von der Kammer.

12 Frauen und Männer sowie zwei Familien und ein Organisationsteam waren von den Lesern der Nordwest-Zeitung für den Ehrenamtspreis vorgeschlagen worden. Sechs von ihnen waren schließlich nominiert und in der NWZ  vorgestellt worden. Dazu zählten Frigga Perbandt, Ute Schmidt, Uwe Oden und Wilfried Eggers. Eine dreiköpfige Jury hatte die Preisträger aus dem Kreis der Nominierten ausgewählt.

Totale Überraschung

Total überrascht waren die beiden Geehrten über die Auszeichnungen. Seit 2011 bringt Silke Renken Immigrantinnen die Deutsche Sprache bei und trägt so auch mit dazu bei, dass sich deren Familien besser in Elsfleth einleben können. Die 49-Jährige steht ihren Schülerinnen auch in Alltagsfragen zur Seite. Frank Freels ist ein Feuerwehrmann durch und durch. Vor zwei Jahren war er bei einem Einsatz schwer verletzt worden. Einem Schutzengel, seinen Feuerwehrkameraden und den Ärzten hat der 40-jährige Landwirt sein Leben zu verdanken. Er wurde stellvertretend auch für die vielen Feuerwehrleute geehrt, die 24 Stunden am Tag bereit stehen, um Leben zu retten sowie das Hab und Gut der Menschen zu schützen.

Die Festredner betonten, dass jeder der Vorgeschlagenen eine solche Auszeichnung verdient gehabt hätte und hoben noch einmal die uneigennützige Arbeit vieler Menschen als ehrenamtliche Helfer hervor. „Es gibt immer noch viele Menschen, die sich fragen, was sie für die Gemeinschaft leisten können“, merkte Stephan Menke an. Das persönliche Glück, sich dabei wohler zu fühlen, wenn anderen Menschen geholfen werden könnte, sei sicherlich eine Triebfeder. Doch die Arbeit mache nicht immer glücklich. Oft seien harte Arbeit und Ausdauer erforderlich, um ans Ziel zu gelangen.

Dass sich die Hochschule das soziale Engagement der Studenten auf die Fahnen geschrieben habe, erwähnte der Dekan Klaus-Jürgen Windeck. Bis zu ihrem Examen müssten die Studenten 60 Zeitstunden für soziale Tätigkeiten nachweisen. Das sei fast einzigartig an bundesdeutschen Hochschulen. „Wir wollen Impulse geben“, sagte der Dekan und begrüßte die Wahl der Menschen des Jahres. Das Engagement der Geehrten wertete er als Vorbild für die junge Generation.

Stellvertretend gewählt

Bürgermeisterin Traute von der Kammer machte deutlich, dass es nicht wichtig sei, wen es getroffen habe. Die beiden Menschen des Jahres seien stellvertretend für die vielen anderen ehrenamtlichen Helfer ausgewählt worden. „Ich sage bei den beiden Menschen danke auch dafür, dass sie Vorbild sind“, sagte Traute von der Kammer und überreichte im Namen der Stadt ebenfalls Geschenke. In seiner Rede erinnerte Dieter Kohlmann daran, dass die Ehrenamtlichen meistens im Verborgenen arbeiten würden. Es sei gut, ihnen auf diese Weise eine Bühne zu geben.

Auch NWZ -Chefredakteur Rolf Seelheim hob noch einmal die Bedeutung des Ehrenamtes hervor. Zudem wies er auf die NWZ -Aktion „Kauf hier“ hin, die in den nächsten Tagen gestartet und die Berichterstattung ein Jahr lang ergänzen wird. „Lokale Initiativen können auf unser Engagement bauen“, betonte er.


Weitere Bilder:   www.nwzonline.de/fotos-wesermarsch 
Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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