Elsfleth „Hier in Elsfleth mit der Jade-Hochschule und der Nautischen Kameradschaft Visurgis sind wir an der richtigen Adresse – wir brauchen künftig Nautiker und Crewmitglieder, die sich mit der Seefahrt auskennen“, ist sich der junge Vorsitzende der Berliner Sektion des Projektes „Jugend rettet“, Titus Molkenbur, auf der Damenkneipe der Nautischen Kameradschaft in der „Kogge“ sicher.

„Jugend rettet“ ist ein privates Projekt zur Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer, gegründet im September 2015 von dem damals 19-jährigen Abiturienten Jakob Schoen. Gemeinsam mit Lena Waldhoff schob Schoen das Projekt an, um mit einem umgebauten Fischtrawler Menschen an Bord zu nehmen und sie vor dem Ertrinken zu bewahren. Mit den geplanten Rettungsaktionen fühlt sich die private Seenotrettung ganz in der Tradition der „Cap Anamur“, das deutsche Schiff, das 1979 im südchinesischen Meer 11 000 „Boat-People“ rettete.

Den Visurgen in Elsfleth kann Titus Molkenbur stolz die neuesten Erfolge der Spendensammlung vermelden: „Am vergangenen Donnerstag konnte unsere Initiative den gewünschten holländischen Fischtrawler zum Preis von 130 000 Euro kaufen – dank der Spende eines Berliner Ehepaares.“ Das 32 Meter lange Schiff soll nach dem Umbau bei den Einsätzen im Mittelmeer bis zu 100 Menschen aufnehmen können.

Der Kreis der Unterstützer des Projekts ist inzwischen mit steigender Tendenz auf 200 Personen angewachsen, in Deutschland werben 33 „Botschafter“, in Städten europaweit fünf „Botschafter“ für das ohne politische Rahmenbedingungen agierende Rettungsprojekt. „Unsere Priorität heißt Menschenleben retten“, betont Titus Molkenbur, „wenn wir nichts tun, werden weiter Flüchtlinge im Mittelmeer sterben.“ Begonnen hat jetzt die zweite Spendenetappe, um unter anderem laufende Kosten, Treibstoff, Kosten für Rettungsmittel sowie Verpflegung für Crew und Gerettete zu sichern.

Zahlreiche Prominente haben sich bereits für „Jugend rettet“ eingesetzt, darunter Armin Rohde, Jan Josef Liefers, Maria Furtwängler und Jasmin Gerat. Weitere Informationen gibt es unter Paulines@jugendrettet.org und auf der Homepage.


     www.betterplace.org 
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