Edewecht Eine ganze Zeit lang hatte das Haus an der Westerschepser Straße leergestanden. Im Spätsommer vergangenen Jahres entschied sich die Gemeinde Edewecht als Eigentümerin, das Gebäude, das einst als Obdachlosen- und Asylbewerberunterkunft gedient hatte, zu sanieren. Heute ist es für 18 Flüchtlinge eine Herberge. Weitere 38 Personen, die ihre ferne Heimat verlassen mussten, sind in einem gemeindeeigenen Haus am Schepser Damm untergebracht. „Wir stoßen langsam an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagt Petra Knetemann, Fachbereichsleiterin Bildung, Bürgerservice und Soziales, im Gespräch mit der NWZ.

Es sei davon auszugehen, dass der Gemeinde in den kommenden sechs bis neun Monaten 40 zusätzliche Flüchtlinge zugewiesen werden. „Für diese Menschen brauchen wir Unterkünfte, haben aber keine eigenen Häuser mehr, die wir zur Verfügung stellen könnten.“ Man sei folglich auf das Pachten privaten Wohnraums angewiesen. „Die Gemeinde ist in diesen Fällen der Mieter“, sagt Knetemann. Gezahlt werde der ortsübliche Mietpreis. Neuland wird mit dieser Initiative betreten. „Bislang waren wir nicht auf die Unterstützung durch Privatleute angewiesen.“

Bei den derzeit in der Gemeinde lebenden Flüchtlingen handelt es sich um Männer. Sie stammen aus Afrika, Syrien, Pakistan, Afghanistan, Vietnam, Indien, dem Iran und dem Irak. Untergebracht sind sie in der Regel zu zweit in einem Zimmer. „Bevorzugt lassen wir Landsleute zusammen wohnen“, so Petra Knetemann.

Ihr Kollege Henning Diers betont, die Verwaltung würde gern bei der Landesaufnahmebehörde in Braunschweig anfragen, ob Familien zugewiesen werden können. Ein positiver Bescheid hänge aber davon ab, dass die Gemeinde geeignete Wohnungen anzubieten habe. Auch hier setze man auf die Hilfe potenzieller Vermieter.

Für Angebote und weitere Informationen steht Henning Diers im Rathaus unter Telefon  04405/916164 (Mail­adresse: diers@edewecht.de) zur Verfügung.

Kerstin Buttkus Redakteurin / Redaktion Westerstede
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