Süddorf Es ist ein ruhiges Wohngebiet, keinen Kilometer von Küstenkanal entfernt, an der Grenze zum Landkreis Cloppenburg. Wer den Starenweg in Richtung Drosselweg entlangfährt, der kommt direkt darauf zu: Ein Tisch und zwei Bänke stehen auf dem gepflasterten Bereich, umzu stehen verschiedene Blumen, Sträucher. Wer vorbeikommt, für den gibt es keine zwei Meinungen: Dieser Platz lädt zum Verweilen ein.

Noch vor knapp zwei Jahren war an dieses idyllische Plätzchen in der Wohnsiedlung nicht zu denken. Unkraut hatte sich breit gemacht, die Büsche überwucherten den Platz. „Es war ein verwahrloster Platz“, sagt Anwohner Manfred Helmers. Für ihn und weitere Mitstreiter war klar: Hier muss etwas getan werden – auch wenn es sich hier um eine Gemeindefläche handelt. Nach einer Einigung mit der Verwaltung gingen die Nachbarn gemeinsam zu Werke. Mit der Motorsäge wurde der komplette Bereich freigeräumt, 15 Kubikmeter Sand und Erde aufgefahren. „Die Ausgaben haben wir alle aus unserer eigenen Tasche gezahlt“, so Manfred Helmers. Gemeinsam wurde gepflastert, jeder brachte Pflanzen von zuhause mit.

Dass auch ein Tisch und zwei Bänke ihren Platz im von den Anwohnern getauften „Naber´s Eck“ haben, dass verdanken die Anwohner Jörg Brunken und Jan Malte Jeddeloh. Die beiden CDU-Ratsherren sorgten in Zusammenarbeit mit dem Bauhof dafür, dass der neue Treffpunkt der Nachbarschaft nun auch Sitzmöglichkeiten bereithält.

Die Süddorfer sind stolz, dass sie das Projekt umsetzen konnten. „Hier kann man mal sehen was möglich ist, wenn sich ein paar Leute einig sind“, sagte Manfred Helmers. „Die Ecke ist auf jeden Fall eine Aufwertung für die gesamte Straße.“ An Abenden am Wochenende wird sich getroffen, zusammen gegrillt und im Advent gemeinsam Glühwein getrunken.

Außerdem wird der Treffpunkt immer weiter verbessert. „Kai Lohmann ist die pflegende Hand“, lobte Helmers die Arbeit seines Nachbars. Bei einem gemeinsamen Grillen am vergangenen Wochenende waren auch Jörg Brunken und Jan Malte Jeddeloh im „Naber´s Eck“ dabei und hoben die Zusammenarbeit der Nachbarn hervor. „Das hier ist ein Paradebeispiel für Nachbarschaftsarbeit“, sagte Jan Malte Jeddeloh. Und damit nicht genug: Auch in Zukunft soll die Ecke weiter verbessert werden. Aktuell wird ein Windschutz geplant – von einer richtigen Wohlfühloase ist man nicht mehr weit entfernt.

Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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