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Edewecht /Jahaly Knapp 6500 Kilometer durch Wüstengebiete und über in weiten Teilen nicht befestigte Straßen von Rodenkirchen über Edewecht bis nach Gambia – das haben sich 13 Mitglieder der Regionalgruppe Nord der Projekthilfe Gambia für 2020 vorgenommen. Mit mehreren Kleinbussen will die Gruppe ihre Reise nach Westafrika am 11. Oktober dieses Jahres beginnen.

Buschklinik in Jahaly

Schon seit den 1990er Jahren unterstützt die Projekthilfe mit Sitz in Bochum mehrere Vorhaben in Gambia. 1996 gründete Dieter Lieken aus Stadland (Wesermarsch) die Regionalgruppe Nord, die auch Mitglieder aus Oldenburg und Edewecht hat. Angefangen hatte alles mit der Buschklinik „Jahaly Health Centre“ im Dorf Jahaly. „Die Klinik ist seitdem immer weiter gewachsen“, erklärt Thorsten Meilahn, Leiter des Seniorenwohn- und Pflegezentrums „Adewacht“ und Mitglied der Projekthilfe. Pro Jahr werden dort mehr als 30 000 Patienten behandelt. Seit Beginn der Arbeiten in Gambia sind weitere Projekte hinzugekommen. So gibt es in Jahaly einen Kindergarten für bis zu 450 Kinder im Vorschulalter und einige Gartenbauprojekte. „Finanziert werden die Projekte auch mit Spenden aus der Regionalgruppe Nord“, so Meilahn.

Der Autokonvoi, der alle paar Jahre von der Projekthilfe organisiert wird, soll nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern auch Spenden bringen, wie Meilahn sagt. Vier bis fünf Kleinbusse sollen im Oktober nach Gambia gebracht werden. „Die werden in Deutschland von Spendengeldern gekauft und für die Umstände in der Wüste umgerüstet“, erklärt er. Vor Ort sollen sie verkauft werden, um als Buschtaxi von gambischen Kleinunternehmern eingesetzt zu werden. Die Erlöse kommen der Projekthilfe zu Gute. „In Gambia bekommen wir gutes Geld für die Autos. Unter anderem kaufen wir dann davon Medikamente und andere Hilfsmittel für die Klinik und Schule“, erklärt Meilahn.

Zusätzlich bietet die Projekthilfe die Möglichkeit, symbolische Spendenkilometer zu kaufen. Das Ziel der Organisation ist es, für jeden zu fahrenden Kilometer zwei Euro zu sammeln. Das ergibt eine Spendensumme von rund 13 000 Euro. Insgesamt haben es sich die Organisatoren zur Aufgabe gemacht mindestens 20 000 Euro nach Jahaly zu bringen. „Unsere Arbeit in Gambia ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Aber dadurch, dass das Projekt eine überschaubare Größe hat und wir mitfahren, wissen wir auch, wo das Geld landet“, sagt auch Organisationsmitglied Ingo Lieken.

Zwei Wochen soll die Reise dauern. An der französischen Mittelmeerküste entlang geht es nach Granada. Mit der Fähre geht es weiter nach Tanger in Nordmarokko. Nach einem Ruhetag in Marrakesch wird die Fahrt fortgeführt: durch die Westsahara und Mauretanien in den Senegal und von dort aus in das Dorf Jahaly.

Querensteder Mühle

Geld soll auch durch eine Veranstaltung zusammenkommen, die in Bad Zwischenahn stattfindet. Am Donnerstag, 20. Februar, ist ein Auftritt des Plattsnackers Gerd Spiekermann in der Querensteder Mühle geplant. Augenzwinkernd nimmt Gerd Spiekermann die kleinen Dinge des Alltags unter die Lupe. Sein Markenzeichen sind die plattdeutschen Sendungen mit „de Lüüd ut Stadt und Land“ – und seine „Hör mol’n beten to“ Geschichten. Karten für die Veranstaltung kosten 12 Euro und sind im Seniorenwohn- und Pflegezentrum Adewacht, Grubenhof 18, oder telefonisch unter Telefon  0 44 05/483 60 erhältlich.


Mehr Infos zum Projekt und über die Tour unter   www.buschklinik.de 
Chelsy Haß Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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