Oldenburg Eine offene Theke, die die Frische der Zutaten zeigen soll, sowie schnell und individuell zubereitete Sandwiches – das ist das Subway-Konzept. Die Kette vergrößerte sich seit ihrer Gründung 1965 stetig. Mittlerweile ist Subway das weltweit größte Fast-Food-Unternehmen. Doch in den vergangenen Jahren häuften sich Berichte über eine Krise. Warum?

Subway ist ein Franchise-Unternehmen. Wer eine Filiale eröffnen will, kauft eine Lizenz, um Namen und Konzept nutzen zu dürfen. Franchisenehmer zahlen rund zwölf Prozent ihres Umsatzes an Subway. Diese Gebühren sind höher als bei anderen Unternehmen. Subway gibt neuen Franchisenehmern keinen Mindestabstand zu anderen Filialen vor. Die Nähe zu weiteren Filialen und die Gebühren trieben nach dem Boom von Gründungen jedoch einige Franchisenehmer in den Ruin. So sank die Zahl der Restaurants seit 2016 um 1600. Vor allem die Lage in den USA bleibt instabil. Denn viele Franchisenehmer schließen ihre Geschäfte nicht, sondern verkaufen sie weiter. Die neuen Besitzer übernehmen die Defizite.

Für den Mutterkonzern schien das lange kein Problem zu sein. Solange die Einnahmen flossen, war von Konzernseite nur wenig Unterstützung zu erwarten, wie es von Franchisenehmern in einer ZDFinfo-Dokumentation hieß. Doch die sich häufenden Pleiten und die sich verändernde öffentliche Wahrnehmung zwingen Subway immer mehr zum Handeln. Denn auch das Image vom gesunden Fast Food bröckelt immer mehr. Die Unzufriedenheit der deutschen Franchisenehmer sorgte zudem dafür, dass Subway zwischen 2009 und 2017 aus dem Franchise-Verband ausgeschlossen war.

Doch wird die Marktmacht Subways in Deutschland Schaden nehmen? Dies scheint nicht der Fall zu sein. Subway möchte nach eigenen Angaben die Zahl der Standorte weiter erhöhen. Da die Filialdichte in Deutschland noch relativ gering ist, werden Probleme wie in den USA hierzulande eher unwahrscheinlich sein. Auch die vier Oldenburger Filialen nehmen sich durch ihre Lage ihre Kunden nicht weg.

Zentral wird für Subway ihr Umgang mit den Franchisenehmern sein. Falls das Unternehmen weiter den Kurs seiner stark gewinn- und nur wenig partnerschaftlich orientierten Franchisepolitik behält, könnte das Unternehmen nicht an den Kunden, sondern an sich selbst scheitern.

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