Delmenhorst Mittlerweile gibt es viele Gütesiegel und Verbände, die sich für mehr Tierwohl einsetzen. Viele Gütesiegel kann man auch auf den Fleischverpackungen im Supermarkt erkennen, doch die wenigsten wissen, wofür diese Siegel stehen.

Die gängigsten Label und Logos sind dabei „Haltungsform“, das „Deutsche Bio-Siegel“, „Fairtrade“ und das „EU-Bio-Siegel“. Das Siegel „Haltungsform“ ist ein einheitliches Kennzeichnungssystem, das in den Supermärkten Deutschlands auftaucht.

Das Fleisch wird bei diesem Siegel in vier Stufen eingeteilt: Stallhaltung, Stallhaltung Plus, Außenklima und Premium. Fleisch der ersten Stufe ist dabei Fleisch, dass den gesetzlichen Mindestanforderungen entspricht, während Stufe vier etwa für Biofleisch steht. Welche Stufe das Fleisch bekommt, wird durch die Kriterien Platzvorgabe und Haltung entschieden. Das „Deutsche Bio-Siegel“ wird seit 2001 von dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft vergeben (BMEL).

Bei einer privaten Umfrage für unsere Facharbeit sind wir auf dieses Thema eingegangen. Dabei haben wir herausgefunden, dass von 30 Befragten Personen 17 auf die Haltungsform achten und 13 nicht. Wir haben die Probanden auch gefragt, ob sie auf Gütesiegel bei ihren Fleischkäufen achten.

Der Großteil der Befragten gab an, nicht auf irgendwelche Gütesiegel zu achten. Fünf Befragte achten jeweils auf das „Fairtrade“ Logo oder das „Deutsche Bio-Siegel“ und nur drei Befragte achten auf das „EU-Bio-Logo“. Obwohl die Gütesiegel für Gutes stehen und auch Gutes bewirken möchten, achten viele Konsumenten beim Kauf von Fleisch nicht auf diese.

Dies lässt sich darauf zurückführen, dass die meisten schlicht nicht wissen, wofür die Gütesiegel stehen. Damit die Gütesiegel also wirklich etwas beim Konsumenten bewirken können, sodass dieser seine Kaufentscheidungen nachhaltiger bedenkt, muss er sich selber aufklären und mit den Gütesiegeln auseinandersetzen.

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