Delmenhorst In Delmenhorst finden viele Familien keinen bezahlbaren Wohnraum. „Es besteht ein großes Interesse bei jungen Familien“, sagt etwa Jürgen Lampe vom CDU-Kreisverband Delmenhorst. Das Interesse liege unter anderem an der guten Anbindung zu den Nachbargemeinden. In Zukunft solle der Wohnraumbedarf besonders für junge Familien gedeckt werden. Erste positive Veränderungen machen sich bemerkbar: Der Bebauungsplan für Delmenhorst ist in den letzten Jahren größer geworden. Die Umsetzung beansprucht jedoch viel Zeit.

Stefan Ludwig, Geschäftsführer des Bauunternehmens GSG, und Jürgen Lampe erzählen, dass an der Langenwischstraße in Delmenhorst eine neue Kita erbaut wurde und ebenfalls ein neues Baugebiet entwickelt werden soll, was junge Familien positiv stimmen sollte. Im Vordergrund stehen Mehrfamilienhäuser, jedoch bemühe sich die Baugesellschaft um einen „guten Mix“ aus Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern.

Das Land Niedersachsen fördert dank des Wohnraumförderungsgesetzes von 2010 bis heute mehr als 12 400 Wohnungen in Delmenhorst. Schwerpunkte beziehen sich auf die Förderung von Mietwohnungen, energetischen Modernisierungen und energiesparenden Bauweisen sowie die Förderung von Wohneigentum. Der soziale Wohnungsbau in Niedersachsen soll ebenfalls gestärkt werden. Dazu wurden seit 2007 mehr als 400 Millionen Euro für die soziale Wohnraumförderung bereitgestellt.

Auch die SPD setzt sich ein: Deniz Kurku, Landesabgeordneter für Delmenhorst der SPD, brachte zur Sprache, dass das Land überlege, selbst wieder eine Wohnbaugesellschaft zu gründen. Bei einem Baulandvergleich zwischen Delmenhorst und Ganderkesee stellte sich heraus, dass Ganderkesee mehr freies Bauland zu bieten hat und nicht von der Mietpreisbremse betroffen ist, was das Bauen von Häusern für Investoren attraktiver macht und so der Fokus auf dem Bau von Sozialwohnungen liegt.

Eine Stärke von Delmenhorst ist die Menge bestehender Bauten, die leer stehen oder sanierungsbedürftig sind. Um die Kapazitäten zu erweitern, sollen diese Bauten modernisiert werden. Privatbesitzer sind jedoch nicht immer bereit, die Vorhaben zu unterstützen. Delmenhorst ist sich des Problems des Wohnraummangels bewusst und bemüht sich um eine Lösung. Da einige finanzielle Mittel zur Verfügung stehen und CDU wie SPD die Wohnraumförderung unterstützen, sind die Aussichten positiv, insbesondere für junge Familien.

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