Cloppenburg Der Landkreis Cloppenburg gehört zu einem der geburtenstärksten in Deutschland, teilte Landrat Johann Wimberg mit. Der Durchschnitt liegt hier bei rund 1,9 Kindern je Frau. Das ist fast 30 Prozent über dem deutschen Durchschnitt von 1,37 Kindern je Frau.

Doch auch im Landkreis Cloppenburg ist der demografische Wandel zu spüren. Stetig sinkende Geburtenzahlen sorgen für Aufregung bei den zukünftigen Rentnern. : Telefon Der Landkreis Cloppenburg hat seit vielen Jahren ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum und somit auch eine bessere demografische Entwicklung als andere Landkreise in Deutschland.

Ein Grund für diese Zahlen ist, dass es wesentlich weniger Ein- und Zweipersonenhaushalte als in ganz Niedersachsen gibt. Das zeigt, dass ein besonders starker und enger Familienverbund im Landkreis besteht. Daraus ergibt sich, dass es mehr Mehrfamilienhäuser und Mehrgenerationenhaushalte gibt. 19 Prozent der Bevölkerung im Landkreis Cloppenburg lebt in Form von Mehrgenerationenhaushalten, die im Vergleich zu ganz Deutschland nur mit einem Prozent vertreten sind.

Ein weiterer Grund für die positiven Zahlen im Landkreis könnten die hohen Bildungschancen sein, da es viele verschiedene Bildungsmöglichkeiten gibt. Darunter Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen, allgemeinbildende Gymnasien, Fachgymnasien mit verschiedenen Schwerpunkten und Förderschulen. Kindertagesstätten bieten Eltern einen Betreuungsplatz für ihre Kinder und ermöglichen ihnen, ihren Beruf weiter ausüben zu können.

Doch auch im Landkreis Cloppenburg sinken die Geburtenzahlen. Die Zahl der Geburten lag im Jahr 2005 bei 1715 Kindern und im Jahr 2012 nur noch bei 1541 Kindern. Noch sind die Auswirkungen des demografischen Wandels im Landkreis nicht bemerkbar, doch wenn die Werte weiterhin sinken, müssen Lösungen für einige Pro­bleme gefunden werden.

Wie kommt es zum demografischen Wandel?

Die Verschiebung der Altersstruktur ist daran schuld, durch den Rückgang der Geburtsrate und das steigende Lebensalter ändert sich diese. Prognosen besagen, dass bis 2030 die Zahl der Jugendlichen unter 20 Jahren auf 1,2 Millionen sinken wird. Dies bedeutet einen Rückgang der Bevölkerungszahl von bis zu drei Prozent. Man geht von einer Steigerung der Lebenserwartung bei Geburt bis zum Jahr 2060 für Jungen um acht Jahre auf 85 Jahre und für Mädchen um sieben Jahre auf 89,2 Jahre aus. Die ältere Generation (65 plus) erlangt jedoch einen Zuwachs von bis zu neun Prozent. Das hat zur Folge, dass immer weniger Menschen ins Berufsleben einsteigen und mehr aussteigen. Was dazu führt, dass Rentner in den nächsten Jahren weniger Rente bekommen, da die schrumpfende nachkommende Generation weniger einzahlt.

Welche Auswirkung
hat die Geburtenrate
?

Nach den Ergebnissen der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder wird die Bevölkerung Deutschlands von derzeit rund 82 Millionen Menschen bis zum Jahr 2060 auf 64,7 Millionen sinken. Sollte aber beispielsweise die Geburtenrate leicht von 1,4 auf 1,6 Kinder pro Frau ansteigen, wäre im Jahr 2060 mit einer Bevölkerungszahl von 68,8 Millionen statt 64,7 Millionen zu rechnen. Statt eines Bevölkerungsrückgangs von über 17 Millionen Menschen ist dann „nur“ ein Rückgang von knapp 13 Millionen zu erwarten.

Wie viele Menschen zieht es nach Deutschland?

Statistiker gehen davon aus, dass im vergangenen Jahr mindestens 750 000 Menschen mehr nach Deutschland gezogen als weggegangen sind. Kaum ein anderes gesellschaftspolitisches Handlungsfeld wird unser Leben und das künftiger Generationen so nachhaltig beeinflussen wie der demografische Wandel. Die Bevölkerungszahl nimmt ab, das Durchschnittsalter steigt und der wachsende Anteil von Menschen aus zugewanderten Familien macht die Gesellschaft bunter. Langfristiges Ziel ist es, dem Trend der rückläufigen Bevölkerungszahl entgegenzuwirken und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass sich in Deutschland und auch Niedersachsen die Geburtenrate erhöht.

Woher kommen
die Zuwanderer
?

Fachleute sind sich einig, dass neben den Flüchtlingen aus Kriegs- und Krisengebieten Arbeitsmigranten aus Osteuropa und anderen EU-Ländern eine große Rolle spielen.

Ist das Wachstum in Deutschland gut?

Die Zuwanderer kommen vor allem auf der Suche nach Arbeit nach Deutschland. Die Arbeitsmigration in Deutschland hilft uns, den demografischen Wandel zu bewältigen.

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