Oldenburg Bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten, die gerade krank oder verletzt sind, hört man häufig „leider bin ich nur gesetzlich krankenversichert“ oder „zum Glück bin ich Privatpatient“. Ist der Unterschied allerdings wirklich so gravierend?

Natürlich ist es so, das Privatversicherte häufig eine freie Arztwahl haben, welche ein gesetzlich Krankenversicherter nicht hat und auch werden von einer privaten Krankenversicherung häufig Wahlleistungen übernommen. Allerdings ist es so, dass der Beitrag zur privaten Krankenkasse vom Tarif, Geschlecht und dem momentanen Gesundheitszustand abhängt, wohingegen der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung nur vom Einkommen abhängig ist. Momentan liegt der Beitragssatz bei 15,5 Prozent, wovon 0,9 Prozent vom Arbeitnehmer alleine zu tragen sind und der Rest je zur Hälfte auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber aufgeteilt wird.

Auch ist es so, dass durch das Tarifsystem verschiedene Stufen innerhalb der privaten Krankenversicherungen vorhanden sind. Bei Versicherten, welche eine Versicherung mit dem besten Tarif abgeschlossen haben, werden die meisten Kosten übernommen. Bei solchen, die nur zum Basistarif versichert sind, ist es teilweise sogar so, dass die private Krankenversicherung weniger übernimmt, als die gesetzliche Krankenkasse.

Zu der Frage, ob Privatversicherte bevorzugt werden, hat Bündnis 90/Die Grünen eine Statistik vorgelegt, aus der hervorgeht, dass Privatversicherte im Durchschnitt 24 Tage länger auf einen Facharzttermin warten mussten. Allerdings war es so, das im Raum Oldenburg die Differenz zwischen privater und gesetzlicher Krankenversicherung nur bei 15 Tagen lag und dies der niedrigste Wert war, welcher festgestellt wurde.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass Privatversicherte zwar bevorzugt werden, diese Bevorzugung aber gerade im Oldenburger Raum niedrig ausfällt, Privatversicherte jedoch häufig einen deutlich höheren Beitrag zahlen.

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