DöTLINGEN /WILDESHAUSEN DÖTLINGEN/WILDESHAUSEN/USU - „Das ist die absolut beste Lösung.“ In diesem Urteil über die Wahl des Optionsmodells im Landkreis Oldenburg sieht sich der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Dötlinger Rat und des CDU-Gemeindeverbands, Jens Heinefeld, nach dem Besuch des Jobcenters im Wildeshauser Kreishaus bestätigt. Zusammen mit den Fraktionskollegen Heinz Liebig und Anke Spille sowie Ralf Spille vom CDU-Gemeindeverband informierte er sich am Donnerstag vor Ort über die Umsetzung von Hartz IV.

Mit dem Leiter des Sozialamtes, Bodo Bode, der leitenden Fallmanagerin Sabine Behrens und der für Dötlingen zuständigen Fallmanagerin Marion Tschapke sprachen die Christdemokraten über die Erfahrungen nach gut einem Jahr. Tschapke teilt sich die Betreuung der Fälle aus Dötlingen mit Britta Seidel, beide sind Teilzeitkräfte.

Anfängliche Befürchtungen bei den ALG-II-Empfängern und den Sachbearbeitern, ob und wie das Optionsmodell funktioniere würde, hätten sich zerstreut. „Beide Seiten sind positiv überrascht“, schilderte Heinefeld seinen Eindruck. Es habe sich bewährt, dass der Kreis mit seinen Mitarbeitern viel dichter dran sei an den Empfänger des Arbeitslosen-II-Geldes und an den Arbeitgebern.

Im Wildeshauser Jobcenter habe jeder Fallmanager ein eigenes Büro, womit die Gespräche auch vertraulich geführt werden könnten. Heinefeld hob dieses Gesprächsklima ausdrücklich hervor und berichtete von anderen, negativen Versuchen im Bereich der Arbeitsagentur. So kenne er ein Beispiel aus Bremerhaven, wo in Großraumbüros sowohl Mitarbeiter als auch die Leistungsempfänger unter der nicht praktikablen Situation leiden würden.

Für den Bereich Wildeshausen/Harpstedt/Dötlingen betreut das zuständige Jobcenter im Kreishaus derzeit mehr als 1200 Bedarfsgemeinschaften. Zahlen nur für die Gemeinde legte der Kreis am Donnerstag nicht vor. Überraschend für die Besucher von der Dötlinger CDU: Bei rund zehn Prozent nimmt der Kreis Kürzungen vor, da die ALG-II-Empfänger sich gar nicht oder nur sehr schleppend um eine Beschäftigung bemühen würden.

Die Zusammenarbeit zwischen der Gemeindeverwaltung und dem Kreis klappe gut, wie Heinefeld von beiden Seiten erfahren hat. Deutlich schwieriger gestalten sich dagegen bisher die Kontakte der Jobcenter zur Agentur für Arbeit. Probleme mit unterschiedlichen Programmen in der EDV sollen demnächst abgestellt werden, erfuhren die Christdemokraten beim Besuch im Wildeshauser Kreishaus.

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