Dötlingen Rolf Strey hatte Mutterboden und Kompost gebracht, der Bauhof lieferte Pflanzpfähle und Verbissschutz, Folkhard Steenken hatte Bodenproben genommen, Jutta Meyer steuerte Pferdemist als Dünger bei. Was zurzeit im Dötlinger Dorfgarten und nahe „Am Kohlhoff“ passiert, ist ein Gemeinschaftswerk. Unter der Regie der Nabu-Ortsgruppe Dötlingen werden Streuobstwiesen angelegt, um einem seltener gewordenen Vogel zu helfen – dem Feldsperling.

Die am Freitag begonnenen Pflanzaktion ist Teil einer größeren Unternehmung des Nabu Oldenburger Land. Der Hintergrund: Noch vor wenigen Jahren habe der Feldsperling oftmals als Schädling gegolten, vor allem dann, wenn er sich in großen Trupps über Getreidefelder hermachte, erläuterte Projektleiter Bernd Ziesmer. Gezielt sei der Vogel bekämpft worden. Aber das ist Geschichte. Heute „findet er sich auf der Vorwarnliste der gefährdeten Tierarten Deutschlands wieder.“

Das auf zwei Jahre angelegte und durch Mittel der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung geförderte Nabu-Projekt soll helfen, Lebensräume für den Feldsperling aufzuwerten. Beispiel Dötlingen: Zum Füttern seines Nachwuchses braucht der als gesellig geltende Vogel Insekten. Die soll er künftig in den Streuobstwiesen im Dorfgarten und nahe „Am Kohlhoff“ reichlich finden.

Gärtnermeister Aloys Pöhler aus Höltinghausen hatte die Bäume mitgebracht, er stand der ehrenamtlichen „Pflanz-Kolonne“ auch mit Rat und Tat zur Seite. 13 Bäume wurden gesetzt, vorwiegend Apfel, ferner Birne und Walnuss. Darüber hinaus spendierte Pöhler eine Mispel, das sei „einer der Urobstbäume“, der zurzeit eine Renaissance erlebe.

In einem zweiten Schritt sollen im Frühjahr 100 Sträucher gepflanzt werden, wie Carlo Beeskow von der Nabu-Ortsgruppe ankündigte.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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