Brettorf „Von 0 auf 100“  hat sich der Turnverein Brettorf als Motto für sein Jubiläumsjahr ausgedacht. Mit der Generalversammlung zum 100-jährigen Bestehen ist der Jubilar sofort voll durchgestartet. Dass es ein ganz besonderer Abend werden könnte, haben viele gespürt. Allein seit Jahresbeginn habe es 18 neue Mitglieder gegeben, verkündete Kassenwart Sven Heiken, so dass exakt 720 Menschen dem Verein angehören. Mehr als die Hälfte (genau 363) kamen und erlebten eine fast sechsstündige Feier, in der der Verein sein Dorf und sich feierte: oft als große Show, mit Einsatz modernster Technik, immer die Historie und die Tradition im Blick. Um Mitternacht gratulierte Bürgermeister Heino Pauka dem Jubilar zu der „gigantischen Generalversammlung. Es ist fantastisch.“

Video-Gratulanten

Viele Film-Einspieler gab es am Freitagabend auf der großen Leinwand in der Sporthalle zu sehen. Rund ein Dutzend Prominente, von Innenminister Uwe Schünemann über Faustball-Präsident Ulrich Meiners bis zu Pastorin Claudia Hurka-Pülsch und Landrat Frank Eger, gratulierten dem TVB per Videobotschaft. Ein audiovisueller Rückblick auf die 100 Jahre mit vielen Bildern und Filmausschnitten, oft witzig kommentiert von Zeitzeugen, rief die 100 Jahre eindrucksvoll in Erinnerung.

In die festlich geschmückten Sporthalle, unter anderem mit riesigen Bannern und Luftballonmassen, strömten so viele Mitglieder sowie Ehrengäste, dass der Vorsitzende Ralf Spille und Stellvertreter Frank Kläner, zugleich die Moderatoren des Abends, kurzfristig das Programm umstellten. Zum Auftakt spielte die 1. Faustball-Herren unter der Regie von Erich Heiken die Gründungsversammlung am 5. Juli 1913 in der Gaststätte Schürmann nach. Bis vor wenigen Wochen allesamt Plattdeutsch-Unkundige, hatten die Faustballer mit Theater-Profi Markus Flügger einen großen Auftritt. Es gab stehenden Applaus, „fast mehr als 2004, als die Männer Deutsche Meister geworden sind“, fand Frank Kläner.

TVB-Anekdoten

Dann erst folgte das gemeinsame Abendessen, denn binnen einer Stunde waren die fehlenden Portionen nachgeordert worden. Die regulären Passagen einer Generalversammlung wie der sehr positive Jahresbericht des Vorsitzenden und die einstimmige Wiederwahl des Vorstandes wirkten wie willkommene Atempausen im Programm der vielen Höhepunkte.

„Ich bin ja nicht in Dötlingen“, ging „Elise Plietsch“ auf Nummer sicher beim Verstauen ihrer Tasche. Dette Zingler war für ihre Rolle als resolute Putzfrau reichlich mit Anekdoten und Insiderinfos aus dem TVB versorgt worden, so das ihre Elise alle Register ziehen konnte. Sei es das „Hauen und Stechen“, das ausbricht, wenn 50 Frauen neues Turnzeug bestellen wollen, oder das Vereinsurgestein, das am Luftballonstart fast mehr Spaß als die Kinder hat: Plietsch landete einen Gag nach dem anderen, ebenso frech wie liebenswürdig. Die Halle tobte. So war es auch beim Auftritt der „Wackeltenöre“. Die unwahrscheinlichen Verrenkungen des Trios aus Wüsting rissen das Publikum von den Stühlen.

Ehrungen

Es ging auf Mitternacht zu, als der große Block der Ehrungen von langjährigen und verdienten Mitgliedern begann. Dabei standen besonders zwei TVBer im Mittelpunkt. Die stellvertretende Dötlinger Bürgermeisterin Anke Spille würdigte Uwe Kläner als den Motor und Motivator der Faustball-Abteilung, seit inzwischen fast 40 Jahren überaus aktiv. Bürgermeister Heino Pauka hielt die Laudatio auf den Ehrenvorsitzenden Richard Schelling als „guten Geist“ des TVB.

Die Vergabe des „TVB-Oscars“ an die weibliche Jugend A, Deutscher Faustball-Meister in der Halle 2012, war der effektvolle Abschluss. Auf dem roten Teppich liefen die Spielerinnen und Trainer durch ein Wunderkerzen-Spalier ein. Per Skype (Internet-telefonie) wurden zwei Mädchen aus Freising/Bayern und London live auf der Großleinwand zugeschaltet. Mit 100 auf der Höhe der Zeit – das bewies der TVB am Sonnabend auch noch um 0.20 Uhr.


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Ulrich Suttka Kanalmanagement / Redakteur
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