DöTLINGEN /GLANE DÖTLINGEN/GLANE/USU - Klaus Bödeker aus Kirchhatten ist passionierter Radfahrer. 4000 bis 5000 Kilometer sind für ihn das Jahrespensum. An seine Tour am 11. Dezember wird er sich wohl immer erinnern, „denn so etwas ist mir noch nie passiert.“ An jenem Sonntag war der 51-Jährige in der Gemeinde Dötlingen unterwegs mit dem Rad und erlebte einen schlimmen Sturz auf der Huntebrücke direkt auf der Grenze der Gemeinde Dötlingen nach Glane/Wildeshausen.

Er kam aus Richtung Ostrittrum. Am Poggenpohlsweg bog Bödeker auf die Straße Oelmühle (Kreisstraße 341) in Richtung K 242 ein. Was dann passierte, schildert er so: „Gegen 12.45 Uhr kam ich an die Brücke über die Hunte. Da ich vorhatte, hinter der Brücke eine Pause einzulegen, verringerte ich meine Geschwindigkeit von rund 30 km/h und klickte mich auch schon aus meinen Pedalen aus. Auf der Brücke kam ich dann nach einem kurzen Bremsmanöver sofort ins Schleudern und stürzte sehr heftig. Dabei zog ich mir eine sehr schmerzhafte Prellung und Hautabschürfungen an meinem rechten Hinterteil zu. Als ich dann versuchte aufzustehen, dachte ich, es ist hier Glatteis. Auf den Holzbalken der Brücke war es glatt und schmierig, so dass man sich kaum auf den Beinen halten konnte.“

Per Mail informierte er tags darauf die Gemeinde Dötlingen. „Ich finde es unverantwortlich, dass man bei solchen Verhältnissen den Weg über die Brücke nicht sperrt. Dass hier nichts Schlimmeres passiert ist, war nur Glück. Ich möchte Sie hiermit darauf aufmerksam machen, damit sich nicht noch mehr Leute auf dieser Brücke verletzen.“ Sein Wunsch, von der Gemeinde zu hören, ging zunächst eine Woche lang nicht in Erfüllung, was Bödeker sehr ärgerte. Auf NWZ-Nachfrage hieß es im Neerstedter Rathaus, dass die Gemeinde gar nicht zuständig sei und daher die E-Mail an den Landkreis weiterleiten werde.

Dieter Hahn von der Kreisverwaltung berichtete auf NWZ-Anfrage, dass es sich um eine Bongossi-Holzbrücke handele, extra angebaut für die Radfahrer. Besondere Probleme seien der Straßenbauverwaltung bisher nicht bekannt. Es handele sich um eine übliche Bauweise, die dem Stand der Technik entspreche. Im Herbst und Winter könne es nun mal vorkommen, „dass die Brücke glitschig ist“, appellierte Hahn an die Sorgfaltspflicht der Verkehrsteilnehmer, sich auf die Straßenverhältnisse einzustellen. So sei es auch auf Radwegen möglich, dass dort rutschiges Laub liege.

Den Vorschlag, die Brücke zu sperren, hält Hahn für wenig sinnvoll. Dann müssten die Radfahrer auf die Fahrbahn wechseln und hinter der Brücke wieder auf den Radweg zurück. Das wäre „eine erhöhte Gefährdung“.

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