Dinklage Einen Schritt zum besseren Verständnis zwischen Politik und Landwirtschaft“: So hat Vechtas Landrat Herbert Winkel (CDU) die Dialogveranstaltung „Herausforderung und Stärken der Agrar- und Ernährungswirtschaft im Oldenburger Münsterland“ am Donnerstag, 18. Juni, im Rheinischen Hof, Burgstraße 54, in Dinklage genannt.

Die von etwa 100 Personen, darunter Politiker, Vertreter der Landwirtschaft sowie der vor- und nachgelagerten Industrie besuchten Diskussion gehörte zum Programm einer vom Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland (AEF) organisierten Informationstour zur Darstellung der Wertschöpfungskette Schwein in der Öffentlichkeit (die NWZ  berichtete). Dazu tauschten sich der AEF-Vorsitzende Uwe Bartels, die Veterinärmediziner Prof. Thomas Blaha und Dr. Maria Gellermann sowie Gregor Sieve (Firma Atka, Lohne) und der Landwirt Thomas Gardewin Argumente aus. Die Moderation übernahm Ludger Abeln.

Bartels votierte unter anderem für ein transparentere Darstellung der Wertschöpfungskette, „die auch die Gesichter dahinter“ zeigt. Dieser Argumentation schloss sich Gardewin an. Er bemängelte, die Landwirtschaft habe es „über Jahrzehnte verpasst, die Öffentlichkeit mitzunehmen“. Daher läge inzwischen ein Schwerpunkt darauf zu zeigen, wie Landwirtschaft funktioniert.

Der Einsatz von Antibiotika, der als globales Problem gilt, wird sich nach Einschätzung der Experten nicht völlig unterbinden lassen, da es auf dem Markt keinen Ersatz gebe. Allerdings ließe sich der Antibiotikaeinsatz etwa durch Verbesserungen bei der Tiergesundheit, beispielsweise durch Impfprophylaxe, reduzieren. Das Ziel, weniger Antibiotika im Stall zu geben, könne zudem durch neue Stallkonzepte angegangen werden, betone Gardewin. Ein Beispiel für solche Lösung baut die Lohner Firma Atka. Prof. Blaha brachte es auf den Punkt: „Antibiotika im Stall sind unverzichtbar. Wir müssen aber alles daran setzen, den Umfang herunter zu fahren.“

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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