Schule
Minister besucht Modellprojekt

Grundschüler mit und ohne Förderbedarf lernen gemeinsam. Auch hier fehlt Personal.

Bild: Martinklaus
Förderschulleiter Guido Venth (rechts) informierte Kultusminister Grant Hendrik Tonne über die Unterrichtung von Grundschülern mit und ohne Förderbedarf.Bild: Martinklaus
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Dinklage Mit dem Besuch des Kultusministers Grant Hendrik Tonne (SPD) hatte Förderschulrektor Guido Venth nicht mehr gerechnet. Desto erfreuter zeigte er sich darüber, dass endlich mal jemand aus dem Ministerium oder der Landesschulbehörde sich für das Modellprojekt in Dinklage interessiert. Seit Beginn des Schuljahres 2012/2013 lernen im Kardinal-von-Galen-Haus Grundschüler mit und ohne Förderbedarf gemeinsam. „Die Bedürfnisse und Ziele des Einzelnen sind der Maßstab unseres Handels“, so Venth.

In einer dritten Klasse unterhielt sich der Minister mit den Förderlehrkräften, aber auch mit den Schülerinnen und Schülern und bekam dabei einen Eindruck von der Atmosphäre und dem Inhalt des Lernstoffs, der dem einer „normalen“ Grundschule gleicht. In der Ganztagsschule des Kardinal-von-Galen-Hauses werden 250 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 17 Jahren unterrichtet, die alle einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich der körperlichen und motorischen Entwicklung haben, wie Geschäftsführer Manfred Moormann dem Minister erläuterte.

Zu den 100 Mitarbeitern der Förderschule mit Internat gehören Förderschullehrer genau so wie Grund- und Hauptschullehrer, Sozialpädagogen, Erzieherinnen, Krankenschwestern, Psychologen sowie Physio- und Ergotherapeuten.

Die Vertreter der Elternschaft, der Mitarbeiter und der Schulleitung trugen dem Kultusminister ihre Sorgen und Nöte vor. Dabei spielten das Personalproblem und die Finanzierung der Förderschule eine große Rolle. Minister Tonne erklärte zum Lehrermangel: „Das ist ein mittelfristiges Problem, was sich nicht von heute auf morgen lösen wird. Immerhin ist die Redepause zwischen dem Kultus- und dem Wissenschaftsministerium, die es lange gab, beendet. Björn Thümler und ich reden miteinander über die Zukunft der Lehrerausbildung.“ Immerhin gebe es in diesem Jahr zwölf Prozent Quereinsteiger bei der Einstellung der Lehrer.

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