Oldenburg In diesem Jahr grüßt das Murmeltier zum letzten Mal: Nach fast 30 Jahren ist mit Fifa 23 der letzte Teil der Fußball-Simulation erschienen. Kein Abschied für immer, dafür dürfte das Spiel jedes Jahr genug Geld in die Kassen von Hersteller EA Sports spülen. Im kommenden Jahr ändert sich der Name; der – nur selten positiv konnotierte – Name des Fußball-Weltverbands verschwindet.

Jeden Herbst bringt EA Sports eine neue Version seiner Cashcow auf den Markt, und oft sind es nur Nuancen, die sich ändern oder sogar verbessern. Dazu kommen die aktualisierten Ligen und Kader der Teams. In diesem letzten Fifa-Jahr ist es tatsächlich einiges mehr als nur das.

Flüssiger und realistischer

Da ist zum einen das Spiel selbst, die Animationen, der Realismus: Hier hat EA Sports tatsächlich einen Schritt nach vorne gemacht. Die Spieler bewegen sich flüssiger, und der eigene Finger am Controller scheint Spieler und Ball tatsächlich besser zu kontrollieren. Dazu kommen kleine, aber feine Details, die für mehr Nähe zur Realität sorgen. Die Grashalme sind z.B. ebenso beweglich wie angeschossene Körperteile und das Tornetz.

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Frauen-Fußball gibt es bei Fifa schon seit einigen Jahren. Bislang beschränkte sich dieser aber auf Nationalmannschaften, in diesem Jahr sind auch Vereinsmannschaften – wenn auch nur aus England und Frankreich – dabei. Passend dazu grüßt mit Sam Kerr vom FC Chelsea erstmals auch eine Spielerin vom Cover des Spiels. Und die Spiele (auch bei den Männern) werden immer mal wieder auch von Frauen geleitet. Fehlt eigentlich nur noch eine Kommentatorin.

Ted Lasso coacht AFC Richmond

Eine großartige Überraschung ist der Gastauftritt eines fiktiven Charakters: Ted Lasso, Protagonist der zu Recht viel gepriesenen gleichnamigen Serie über den US-amerikanischen Trainer des englischen Clubs AFC Richmond, der mitsamt aller aus der Serie bekannten Gesichter ebenso ausgewählt werden kann. Besonders Coach Lasso (in der Serie gespielt von Jason Sudeikis) kommt im Spiel fotorealistisch rüber.

Ted Lasso ist dabei – und coacht auch ambitionierte Drittligisten. Bild: Screenshot Fifa 23

Das trifft bei weitem nicht auf alle Spieler zu. In Sachen optische Nähe zum Original bleibt eine Menge Luft nach oben, wobei gerade die Superstars, aber auch die Topstars der meisten Bundesligisten schon sehr gut erkennbar sind. Danach wird es dünner: Bei Werder Bremen sehen Niklas Schmidt, Romano Schmid oder Christian Groß aus wie jeder andere, aber nicht wie sie selbst. Angesichts von 19.000 Profis in über 30 Ligen der Welt, die Fifa 23 enthält, ist es aber wohl zu viel verlangt, dass alle die volle Ladung Realismus mitbringen.

Fifa-Debut für VfB Oldenburg

Aus Oldenburger Sicht ist der letzte Teil der Fifa-Reihe wohl der interessanteste überhaupt: Durch den Aufstieg des VfB in die Dritte Liga kann man nun endlich die Blauen auf dem Bildschirm spielen. Auch hier muss man schon auf die Rückennummer schauen, um die Spieler auf dem Fernseher zu erkennen (Manfred Starke hat aus der Entfernung etwas von Bernd Stromberg), aber an der Seitenlinie steht eindeutig Dario Fossi. Frisur und Bart helfen allerdings beim Wiedererkennen.

Ein bisschen enttäuschend: Weder Wolf Fuß noch Frank Buschmann erwähnen als Kommentatorenteam den Namen VfB Oldenburg auch nur einmal. Da ist dringend ein Update nötig!

Hättet ihr ihn erkannt? Max Wegner gegen den VfL Osnabrück am Ball. Foto: Screenshot Fifa 23

Wer den möglichen, weiteren Weg des VfB Oldenburg in der Dritten Liga (und vielleicht darüber hinaus) einmal anspielen möchte, kann das im Karrieremodus ausprobieren. Der Vorteil hier: Als Stadion kann man sich eine schmucke Arena ohne Laufbahn und mit Flutlicht aussuchen, die Fußballspiele sogar nach 18.30 Uhr zulässt. Ganz ohne Diskussionen im Rat oder tiefe Sorgenfalten über die Finanzierung.

Christian Schwarz Redakteur / Online-Redaktion
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