Krankenkasse Befragt Eltern
Smartphone raubt vielen Jugendlichen Schlaf

Die häufige Nutzung von Smartphones hat nach einer Krankenkassenerhebung weitreichende Folgen für Jugendliche. Dagegen helfen technische Einstellungen und Änderungen an Nutzungsgewohnheiten.

Bild: Christin Klose/dpa
Von Smartphones abgegebenes blaues Licht lässt den Körper wachhaltende Stoffe ausschütten.Bild: Christin Klose/dpa
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Hannover Schlafstörungen oder Unkonzentriertheit: Die häufige Nutzung von Smartphones hat nach einer Erhebung der Kaufmännischen Krankenkasse KKH weitreichende Folgen für Jugendliche. Der Anteil der 13- bis 19-Jährigen mit ärztlich diagnostizierten, nicht organisch bedingten Schlafstörungen habe sich von 2006 bis 2016 mehr als verdoppelt, teilte die Kasse am Dienstag in Hannover mit.

Einer der Gründe dafür sei die Nutzung von digitalen Medien. Für die Untersuchung befragte die KKH 1.005 Väter und Mütter von Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und 18 Jahren.Danach nutzt fast jeder 15- bis 18-Jährige (93 Prozent) häufig oder sehr häufig das Smartphone. Jeder vierte Jugendliche kommuniziert täglich mehr als drei Stunden über soziale Netzwerke, Messenger und ähnliche Angebote - auch abends. Wer die Geräte dann auch noch mit ins Bett nimmt, bleibe oft länger wach als geplant und schlafe schlechter durch. Viele Jugendliche seien tagsüber dann nicht nur müde, sondern auch hyperaktiv und könnten sich schlecht konzentrieren.

Die Krankenkasse rät, mindestens eine halbe Stunde vor dem Schlafen offline zu gehen. Laut der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin verhindere das blaue Licht von Smartphone und Co. die Ausschüttung des für einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus wichtigen Schlafhormons Melatonin, hieß es.

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