Mainz (dpa/tmn) - Die Auswahl an vernetzten Lampen, Thermostaten, Rauchmeldern und Sicherheitskameras für Häuser und Wohnungen ist groß. Ein Problem bei den vielfältigen Smart-Home-Systemen ist aber, dass jedes nur einen oder einige bestimmte Funkstandards unterstützt.

Wer plant, Komponenten eines Herstellers mit denen anderer Anbieter zu kombinieren, sollte daher vor dem Kauf überprüfen, ob das überhaupt möglich ist, rät die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Manche Hersteller haben Funkprotokolle, die nur mit den herstellereigenen Geräten oder mit den Geräten kooperierender Firmen funktionieren, schreiben die Verbraucherschützer in einer Analyse, für die sie 20 Anbieter untersucht haben. So ein geschlossenes System hat den Nachteil, dass sich Komponenten anderer Hersteller eben nicht einbinden lassen. Die Auswahl ist damit beschränkt. Der Vorteil sei: Passende Geräte ließen sich in der Regel problemlos einbinden.

Wer sich allerdings an einen Hersteller bindet, sollte zumindest sicherstellen, dass dieser auch tatsächlich alle Produkte im Angebot hat, die man sich in seinem vernetzten Zuhause wünscht.

Bei Anschaffungskosten und Vertragsmodellen ist stets ein Blick auf die Details angeraten. So verlangen einige Anbieter den Angaben zufolge regelmäßige Abogebühren für die Nutzung ihrer Plattformen und Apps. Diese Kosten seien teilweise eher versteckt angeführt. Allgemein machten "komplizierte Produkt- und Preisgestaltungen" den Vergleich beim Einkauf schwer, kritisieren die Verbraucherschützer.

Bedenklich sei zudem, dass die Apps mitunter deutlich mehr Daten sammeln wollen, als es für die Anwendungen nötig wäre. Außerdem gaben die Anbieter nicht immer transparent an, wo die sensiblen Nutzerdaten gespeichert werden. Den Datenschutz sollten Verbraucher bei der Wahl der Smart-Home-Produkte jedenfalls im Auge behalten.

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