Berlin (dpa) - Tesla-Chef Elon Musk wird am Dienstag den diesjährigen Axel Springer Award entgegennehmen. Der 49-jährige Starunternehmer wird dafür ungeachtet der Corona-Pandemie in Berlin erwartet.

Der Elektroauto-Hersteller baut eine Fabrik im brandenburgischen Grünheide bei Berlin. Tesla will dort vom kommenden Sommer an bis zu 500.000 Elektroautos pro Jahr mit rund 12.000 Mitarbeitern bauen. Jüngst stellte Musk in Aussicht, dass in Grünheide auch die weltgrößte Batteriefabrik entstehen soll. Musk hatte den Bau der Fabrik im November vergangenen Jahres angekündigt, als er nach Berlin zur Verleihung des "Goldenen Lenkrads" von "Auto Bild" und "Bild am Sonntag" kam.

Musk ist auch Chef der Weltraumfirma SpaceX. Darauf liegt ein Fokus der Preisverleihung. Das Motto des Abends lautet "An Evening for Elon Musk – Mission to Mars". Ein Ziel des Unternehmers ist, Raumfahrer zum Mars zu schicken. Er gründete außerdem die Firma Neuralink, die eine Verknüpfung des menschlichen Gehirns mit Computern möglich machen will. Ende August präsentierte Musk den Prototypen eines Geräts, das Informationen zwischen Neuronen und einem Smartphone übermitteln könne. Es hat in etwa die Fläche einer Münze und soll im Schädel positioniert werden.

Zugleich ist der 49-Jährige für kontroverse Äußerungen bekannt. So spielte er im Frühjahr die Gefahr durch das Coronavirus herunter und prognostizierte, dass es in den USA Ende April keine Neuinfektionen mehr geben werde. Die Einschränkungen in Kalifornien zum Schutz der Bevölkerung beschimpfte er als "faschistisch" und wetterte, die Menschen würden "in ihren Häusern eingesperrt und ihre Rechte nach der Verfassung verletzt". Ihm missfiel unter anderem, dass Teslas Hauptwerk in der Nähe von San Francisco geschlossen bleiben musste. Musk riskierte auch eine Konfrontation mit den Behörden, um die Produktion der Elektroautos dort schneller wieder hochzufahren.

Mitte November vermutete Musk, dass er selbst an Covid-19 erkrankte - zeigte sich aber nach widersprüchlichen Testergebnissen unsicher.

Der undotierte Preis des Springer-Konzerns ("Bild", "Welt") wird zum fünften Mal verliehen. Damit werden jährlich Personen gewürdigt, die laut Springer in besonderer Weise innovativ sind, Märkte schaffen und verändern, die Kultur prägen und sich gleichzeitig ihrer gesellschaftlichen Verantwortung stellen. Frühere Preisträger waren Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Web-Pionier Tim Berners-Lee, Amazon-Gründer Jeff Bezos und die Wirtschaftswissenschaftlerin und Kritikerin von Online-Plattformen, Shoshana Zuboff.

© dpa-infocom, dpa:201201-99-525699/3

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.