Delmenhorst Rudolf Mattern hat einen Wunsch. „Wenn die Markthalle so richtig voll ist und die Menschen sogar draußen stehen, dann ist das ein Erfolg“, sagte der Fachbereichsleiter für Jugend, Familie, Senioren und Soziales am Freitag bei einem Gespräch im Rathaus über die am Mittwoch, 14. Oktober, geplante Veranstaltung „Willkommen in Delmenhorst – Möglichkeiten des ehrenamtlichen Engagements“ von 17 bis 20 Uhr. Alle, die sich berufen fühlen, mitzuwirken, sind dazu eingeladen. Angesprochen sind Einzelpersonen genauso wie Initiativen und Vereine.

Die Bereitschaft vieler Menschen, Flüchtlingen ehrenamtlich zu helfen, hat in den vergangenen Wochen zugenommen. Allerdings muss sie in geordnete Bahnen gelenkt werden. Es sei wichtig, nicht in Aktionismus zu verfallen, sondern ein nachhaltiges Angebot aufzubauen, sagte Klaus Seibt von der städtischen Kontaktstelle für Flüchtlinge und interkulturelle Angelegenheiten. Keine Ehrenamtliche, kein Ehrenamtlicher müsse die Sorge haben, alleingelassen zu werden, versicherte Seibt. Die in Flüchtlingsfragen erfahrenen Wohlfahrtsverbände Caritas und Diakonie würden ihnen alle nötigen Hilfen geben.

„Wir möchten darüber informieren, wo sich Ehrenamtliche sinnvoll engagieren können“, sagte Petra Gerlach, Leiterin des Fachbereichs für Gesundheit und Gefahrenabwehr und für die Bereitstellung von Flüchtlingsunterkünften zuständig. Ein denk- und sicherlich auch dankbares Betätigungsfeld sei die Freizeitgestaltung.

Die Initiative für die Veranstaltung in der Markthalle ging vom Breiten Bündnis gegen Rechts aus. Dieses hatte Anfang September mit Unterstützung der Kaufmannschaft potenziell Ehrenamtliche gebeten, sich zu melden. Der Rücklauf war laut Bündnissprecher Hartmut Nordbruch beachtlich, rund 100 Leute hätten Interesse bekundet. Am Mittwoch können aber auch alle anderen dazukommen, die sich bis jetzt noch nicht gemeldet haben.

Die Interessenten werden gebeten, auf einem Fragebogen Angaben zu ihrem Profil zu machen. Die Fragebögen werden von Muhanad Paulus vom Integrationslotsenteam sowie von Klaus Seibt von der Stadt ausgewertet, um den Ehrenamtlichen passende Angebote machen zu können.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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